#12von12 im August 2022 – Sprache im Wandel zwischen Weimarer Klassik und Nationalsozialismus

Mein 12. August 2022 – und damit mein #12von12 – war geprägt von Sprache – denn ich habe in meinem Urlaub einen Ausflug nach Weimar gemacht. Während meines Besuches der Gedenkstätte Buchenwald und meines Stadtbummels durch das wunderschöne Weimar könnte die Diskrepanz zwischen den entdeckten „Sprachen“ gar nicht größer sein … Wie unterschiedlich Sprache in ihrem Wandel durch die Jahrhunderte, Ideologien und Gesellschaften ist, entdeckte ich an nur einem Tag im Schnelldurchgang.

Sprache kann wirklich alles: Verletzen. Verklausulieren. Verwandeln. Verunstalten. Verschönern. Vertuschen. Verzaubern. Verwirren. Verleugnen. Verzücken. Verrückt machen. Verschleiern. Vergeben …

Genau das fasziniert mich an Sprache so: Dass sie sich stetig wandelt. Dass man genau hinhören muss. Dass man sie achtsam und bewusst nutzen sollte – weil sie ebenso dunkle wie strahlend schöne Seiten hat. Deshalb nehme ich dich heute mit und zeige dir mit diesem 12von12-Format, wie kreativ oder vernichtend, wie ermutigend oder vermessen mir Sprache in Weimar begegnet ist.

#01 – Warum „Caracho“ nicht (mehr) zu deinem aktiven Wortschatz gehören sollte

Mein Besuch begann mit einer Führung durch die Gedenkstätte Buchenwald in Weimar. Eine sehr gut vorbereitete Führerin begann ihren Rundgang durch das ehemalige Konzentrationslager mit uns am sog. Carachoweg: „Der direkte Zugang von der Straße und vom Bahnhof zum Häftlingslager führte über den „Carachoweg“. Dort befanden sich die wichtigsten Institutionen der Lagerverwaltung, von denen die Tankstelle, Garagen und Reste der 1938 erbauten Kommandantur erhalten sind.“ [Quelle: https://www.buchenwald.de/pl/1696/].

Alle neu ankommenden Häftlinge wurden hier „mit Caracho“ von der SS mit Hunden im Laufschritt bis zum Lagertor gehetzt – nachdem sie bereits die 10 Kilometer vom Bahnhof unten in der Stadt auf den Ettersberg hochlaufen mussten. Die Bahnlinie nach Buchenwald wurde erst 1943 von Häftlingen erbaut. Was für ein menschenverachtender Name ist den Nationalsozialisten hier eingefallen – auf einem großen, geschnitzten Holzschild hier für jeden einzelnen sichtbar ausgestellt.

Das Wort Caracho/Karacho sollte deshalb nicht mehr zum aktiven Wortschatz gehören. Alternative: mit Schwung / mit großem Tempo.

Schautafel zum Carachoweg in der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar
Schautafel zum Carachoweg in der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar. Foto: Nicole Isermann / NicPR

#02 – JEDEM DAS SEINE – Was Römer, Nazis und das Bauhaus damit zu tun haben

„Jedem das Seine“ ist ursprünglich Teil eines römischen Rechtsgrundsatzes: „Ehrenhaft leben, niemanden verletzen, jedem das Seine gewähren.“ Die Nazis verkehrten diesen positiven Grundsatz ins Negative. In Buchenwald war – anders als in anderen Lagern – die menschenverachtende Inschrift des Tores nach innen gewandt und jährlich neu angestrichen. So hatten die Häftlinge sie täglich auf dem Appellplatz stehend stundenlang ganz deutlich lesbar im Blick. Erst 2014 wurde das Tor restauriert und dabei die blutrote Farbe der Schrift entdeckt.

Ein in all dem großen Leid hoffnungsvolles Detail ist die Tatsache, dass der Häftling Franz Ehrlich, der die Schrift gestalten musste, von den Nazis unbemerkt eine Bauhaus-Typografie gewählt hatte. Indem er die Buchstaben nach typografischen Vorlagen seiner Bauhaus-Lehrer Herbert Bayer und Joost Schmidt formte, schmuggelte er so die von den Nationalsozialisten als „entartete Kunst“ verfemte Bauhaus-Moderne in das entwürdigend gemeinte Motto ein: „Wir interpretieren das als Akt des Widerstands von Franz Ehrlich […]. Wenn das bekannt geworden wäre […], wäre das für Franz Ehrlich möglicherweise das Todesurteil gewesen.“ , ist der Sprecher der Gedenkstätte, Philipp Neumann-Thein, überzeugt. Hier kannst du mehr zur Restauration des Tores bei Deutschlandfunk Kultur lesen.

Jedem das Seine - Inschrift am Lagertor in Buchenwald
Jedem das Seine – Inschrift am Lagertor in Buchenwald. Foto: Nicole Isermann / NicPR

#03 – Nazi-Sprache prägt deutschen Alltag

Nach der Führung über das Gelände besuche ich die Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers bis 1945. Auch hier geht es natürlich oft um Sprache. Mehr und mehr verschwanden seit 1933 altbekannte Namen, Straßen und Begriffe aus dem Alltag. Die Nationalsozialisten sorgten eben auch sprachlich dafür, dass vieles, was nicht zu ihrer Rassenideologie passte, einfach nicht mehr sichtbar war – aus Straßen und Gassen, die Republikaner oder Juden ehrten, wurden „Adolf-Hitler-Straßen“ oder „Horst-Wessel-Gassen“. Rund 64 Prozent der neuen Namen erwiesen Mitgliedern der NSDAP Ehre. Aus Zeitungen wurden „Gau-Blätter“. Aus Deutschen wurden „Volksgenossen“ … Hier bei Cicero kannst du mehr zur Geschichte der Straßenumbenennungen in Deutschland lesen.

Nazi-Sprache auf Schildern in der Gedenkstätte Buchenwald
Nazi-Sprache auf Schildern in der Gedenkstätte Buchenwald. Foto: Nicole Isermann / NicPR

#04 – Lagersprache: ein ganz besonderer Wortschatz

In Buchenwald ging es um das nackte Überleben – und so mussten auch die Worte sorgfältig gewählt werden, mit denen man sich untereinander unauffällig verständigen wollte. Ein Austausch unter den Häftlingen – in Buchenwald waren das lange ausschließlich arbeitsfähige Männer – war nicht gewünscht. Um dennoch miteinander sprechen zu können, bildete sich ein besonderer Wortschatz: Der Ausruf „Achtzehn“ bedeutete, dass sich ein SS-Posten näherte. „Abkochen“ hieß, dass man sich etwas illegal beschaffte. Ein „Lampenbauer“ war jemand, der etwas absichtlich oder unbewusst verriet. „Latrinen-Parolen“ waren unglaubliche Gerüchte. „Organisieren“ hieß, etwas zu stehlen oder sich auf dem Schwarzmarkt zu verschaffen.

Auch die Nazis selbst erfanden im Lager verschleiernde und entwürdigende Begriffe: Hinter dem „Himmelfahrtskommando“ verbarg sich die Deportation mit tödlichem Ausgang. Als „Alm“ wurde die TBC-Isolierstation bezeichnet – ein Tötungsort. „Abspritzen“ hieß, einen Häftling per Injektion zu ermorden. „4711“ lautete das Kommando für die Latrinenreiniger. Ein „Kretiner“ war ein psychisch gestörter oder körperlich verfallener Häftling. Ein „Zaunkönig“ war ein Selbstmörder am elektrischen Stacheldraht. Als „Tonnenadler“ wurden Männer bezeichnet, die aus Hunger Abfälle aßen.

Und so muss man bis heute sehr bewusst darauf achten, dass der Nazi-Jargon nicht aus Versehen den Weg in unsere Alltagssprache findet – viele Begriffe aus dieser Zeit sind, wie z. B. „Bombenwetter“, gar nicht direkt erkennbar. Ein dazu passender Buchtipp ist „Verbrannte Wörter: Wo wir noch reden wie die Nazis – und wo nicht“ von Matthias Heine. Sehr erhellend!

Die Sprache der Häftlinge im KZ Buchenwald - Schautafel in der Gedenkstätte Buchenwald
Die Sprache der Häftlinge im KZ Buchenwald – Schautafel in der Gedenkstätte Buchenwald. Foto: Nicole Isermann / NicPR

#05 – Erinnere dich! Ein Merkblatt

Nach der Befreiung des Lagers durch die Amerikaner am 11. April 1945 um 15.15 Uhr – diese Zeit zeigt die Turmuhr des Torgebäudes bis heute an – zwangen die Befreier die Bevölkerung, Buchenwald zu besuchen – und sich an die Verbrechen zu erinnern. Mit diesem Merkblatt wurde jede*r Besucher*in ausgestattet. Zehnmal „Erinnere dich“ – als Mahnung gegen das Vergessen und Verleugnen.

Erinnere dich! Merkblatt der Amerikaner nach der Befreiung des Konzentrationslagers für die Besucher*innen des ehemaligen Konzentrationslagers.
Erinnere dich! Merkblatt der Amerikaner nach der Befreiung des Konzentrationslagers für die Besucher*innen des ehemaligen Konzentrationslagers. Foto: Nicole Isermann / NicPR

#06 – Krematorium oder Verbrennungsanlage?

Das Lager besaß zunächst kein eigenes Krematorium, denn es war kein Vernichtungs-, sondern ein Arbeitslager. Zunächst wurden die Toten daher im örtlichen Krematorium verbrannt. Durch die schlechten und schweren Arbeits- und Lebensbedingungen war dieses jedoch schnell überlastet, und so beauftragten die Nazis den Bau von effektiven Verbrennungsöfen. Die Erfurter Firma Topf und Söhne nahm diesen Auftrag an und baute eigens für diesen Zweck der Massenverbrennungen ausgelegte Öfen. Durchaus stolz auf diesen Auftrag verzierte das Firmenlogo die Klappen an den Öfen.

Interessantes Sprachdetail war, dass laut eigener Gesetzgebung der Nazis das Krematorium gar nicht Krematorium hätte heißen dürfen – deshalb wird es in Führungen heute als „Verbrennungsanlage“ bezeichnet. Kremieren hieß nämlich auch nach Nazirecht eigentlich, dass ein Mensch vorher selbst verfügt hatte, nach dem Tod verbrannt zu werden, dass es eine Einzelverbrennung in würdevoller Atmosphäre sein und die identifizierbare Asche den Angehörigen übergeben werden müsse. All das war im Lager nicht der Fall – doch wo kein Kläger, da kein Richter …

Ebenso war die Lagerkantine kein Ort der Essensversorgung, sondern seit 1941 eine von der SS betriebene Verkaufseinrichtung im Lager, um Unterstützungsgelder von Angehörigen der Häftlinge abzuschöpfen. Diese durften dort schlechte oder minderwertige Produkte oder Lebensmittel kaufen. Und der sog. Häftlingskrankenbau war eher weniger ein Ort der medizinischen Versorgung; 1941 fanden in diesem Bereich Aussonderungen für Vernichtungstransporte in die „Euthanasie“-Tötungsanstalten statt.

Auch bei der Benennung der Einrichtungen wusste die Nationalsozialisten perfekt zu verschleiern und zu vertuschen.

Eine gusseiserne Klappe mit dem Logo der Firma Topf und Söhne, die die Öfen für die massenhafte Verbrennungen bauten.
Eine gusseiserne Klappe mit dem Logo der Firma Topf und Söhne, die die Öfen für die massenhaften Verbrennungen bauten. Foto: Nicole Isermann / NicPR

#07 – Wieland in Weimar – Sprache kann auch schön sein

Nach den durchaus belastenden Sprachverunstaltungen in Buchenwald freute ich mich jetzt umso mehr, meinen Geist mit den schönen Sprachdingen im klassischen Weimar beschäftigen zu können. Leider konnte ich die beeindruckende Herzogin Anna Amalia Bibliothek nicht besuchen – ich war zu spät. So begann ich gleich mit meinem Stadtrundgang und traf am Stadtschloss auf die erste Station der Ausstellung „Sprachexplosionen – Sprachliche Interventionen in den Dichterhäusern, Museen und im Stadtraum“. 13 verschiedene Stationen kann man wie auf einem Parcours noch bis zum 30. September 2022 in Weimar ablaufen und die verschiedenen Aspekte der „Weimarer Klassik“ kennenlernen.

Hier z. B. gibt es Wieland zu Ehren – dem Begründer der Weimarer Klassik – verschiedene Briefauszüge zu sehen. „Sich selbst zu beherrschen und als Herrscher sein Volk glücklich zu machen“ hat mir besonders gut gefallen!

Kunstaktion zu "Wieland in Weimar"
Sprachexplosionen: Eine Kunstaktion zu „Wieland in Weimar“. Foto: Nicole Isermann / NicPR

#08 – Schenk uns einen Satz: Lesen macht schön

Am Stadtschloss befindet sich auch ein Holzkubus, in dem man verschiedene Möglichkeiten des kreativen Mitmachens hat. Aus alten und neuen Wörtern – die alten von Wieland noch benutzten sind rot – kann man z. B. Sätze bilden. Besonders gut gefallen hat mir dieser: „Gott hat endlich ihre Periode.“ Auch dieser gefällt mir naturgemäß: „Lesen macht schön.“ Ich habe auf die Schnelle „Du Engelszunge schreibe vollwampig“ zusammengestellt. Eine tolle Idee, die mich an die gute, alte Kühlschrankpoesie erinnerte – die muss ich mal wieder hervorkramen und aktiv benutzen!

Aktion "Schenk mir einen Satz!"
Aktion „Schenk uns einen Satz!“ Foto: Nicole Isermann / NicPR

#09 – Im Kutschenraum: Wörter auf Reisen

Im Goethe-Haus entdecke ich eine weitere Station der „Sprachexplosionen“: „In den ehemaligen Wirtschaftsräumen von Goethes Wohnhaus geht es um reisende Wörter, um Sprachstreit und Zensiertes, um Goethes Dichtung und um eine vor 200 Jahren gestellte literarische ‚Gender-Frage'“ – so die Veranstalter.

Wörter auf Reisen - Ausstellung im Goethe-Haus in Weimar.
Wörter auf Reisen – Ausstellung im Goethe-Haus in Weimar. Foto: Nicole Isermann / NicPR

Glücklicherweise bin ich gerade noch rechtzeitig angekommen, um den spannenden Film über „Sprache im Wandel“ anzusehen – auf Instagram siehst du einen kurzen Ausschnitt:

#10 – Vom Buchstaben zum Wort zum Satz zur Geschichte …

Seit der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg sind Bildung und Information kein Privileg der Eliten mehr. Hier in Weimar begegnet man den Möglichkeiten, die Sprache uns allen bietet, natürlich noch viel öfter als woanders. Informationen, Wissen, Bildung und Geschichten in Wort und Schrift zu „gießen“ und damit für die Nachwelt zu erhalten – das können Buchstaben. Und mit unterschiedlichen Typografien kann man Stil, Intention und Übersicht gestalten und transportieren. Mehr Vielfalt geht eigentlich nicht, oder?

Bunte Buchstabentypografie am Druckgrafischen Museum in Weimar.
Bunte Buchstabentypografie am Druckgrafischen Museum in Weimar. Foto: Nicole Isermann / NicPR

#11 – Wortwürfel vor dem Schiller-Haus in Weimar

Auf meinem Gang durch Weimar kam ich natürlich auch am Schiller-Haus vorbei. Das leider schon geschlossen war – und auch eine Station der Sprachexplosionen ist. Zu sehen ist hier das Zitat „Das ewig Gestrige“ vor Schillers Wohnhaus.

„Nicht was lebendig, kraftvoll sich verkündigt, Ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz
Gemeine ist’s, das ewig Gestrige,
Was immer war und immer Wiederkehr, Und morgen gilt, weil’s heute hat gegolten!“

Friedrich Schiller
Eine Station der "Sprachexplosionen" am Schiller-Haus in Weimar.
Eine Station der „Sprachexplosionen“ vor dem Schiller-Haus in Weimar. Foto: Nicole Isermann / NicPR

# 12 – „Ich wünschte, ich könnte schöne Worte sagen, doch ich kann nicht“

Dieses Graffiti begegnete mir am Ende meines sehr kontrastreichen Tages in Weimar auf meinem Weg zurück zum Auto. Wie passend! Voller gemischter Eindrücke fuhren meine Gedanken Karussell – so viel Elend und so viel Schönes so nahe beieinander zu sehen, zu erleben, zu erinnern, nachzufühlen … Das ließ mich einigermaßen erschöpft und durcheinander zurück. Deshalb hat es auch ein paar Tage gedauert, dieses #12von12 zu schreiben.

Du siehst: Ein Besuch in Weimar lohnt sich. Denn er rüttelt auf. Arbeitet in dir wider das Vergessen. Bringt dir die Klassiker wieder nahe. Zeigt, was Sprache alles kann. Ich liebe und lebe Sprache – genau deshalb!

Graffiti an einer Hausmauer in Weimar
Graffiti an einer Hausmauer in Weimar. Foto: Nicole Isermann / NicPR

Das war mein #12von12 im August 2022 für dich. Und warum mache ich das jeden Monat wieder? Zum einen: An jedem 12. Tag eines Monats dokumentieren Blogger*innen traditionell ihren (All)-Tag mit 12 Fotos. Das muss gar nicht spektakulär oder besonders sein – Hauptsache ist, es bleibt authentisch. Zum anderen blicke ich auf diesen einen Tag des Monats ganz besonders achtsam und intensiv, setze ihn ins Bild, schreibe einen Rückblick und rette ihn vor der Beliebigkeit und vor dem Vergessen.

Auf meinem Blog findest du deshalb seit Mai 2021 monatlich meine #12von12-Tagesrückblicke – die gleichzeitig auch auf dem Blog „Draußen nur Kännchen“ von Caroline Götze verlinkt werden. Sie hält in Deutschland an der schönen Tradition des Tagesrückblicks fest und sogt dafür, dass sich die Blogger*innen auf ihrem Blog vernetzten können. Schau gerne auch dort mal vorbei – meinen Beitrag findest du unter Nr. 197. Und mach am besten im nächsten Monat einfach mit!

Wenn du noch mehr Geschichten und Tipps rund um Sprache direkt in dein Postfach bekommen möchtest, empfehle ich dir meine Nic-Post, sie erscheint immer in der 1. und 3. Woche eines Monats. Hier geht’s zum Anmeldeformular:

Nicole Isermann

Nicole Isermann steht für Text, Redaktion, Content und PR mit Herz und Haltung! Mit Einfühlungsvermögen verfasst und bearbeitet die Wahlbonnerin Texte, die ankommen, berühren und Mehrwert liefern - am liebsten für Soloselbstständige mit echtem Herzens-Business. Ihre Lieblingsthemen sind Essen & Trinken, Lesen & Schreiben, Reisen & Kultur, Natur & Umwelt oder Engagement & Lernen. In den kreativen Schreibfluss findet Nicole u. a. mit ihren kreativen Elfchen und Zelfchen. Wenn sie nicht schreibt, engagiert sie sich ehrenamtlich für Kultur-, Kirchen- und soziale Projekte.

7 Gedanken zu „#12von12 im August 2022 – Sprache im Wandel zwischen Weimarer Klassik und Nationalsozialismus

  • Pingback: #12von12 im September 2022: Back home im office - PRojektText | Nicole Isermann

  • 19. August 2022 um 8:44
    Permalink

    Was für ein umfassender, wertvoller, auch beklemmender Artikel. Und wunderbare Bilder dazu.
    Das ist 12von12 auf höchstem Niveau!
    Danke dafür 💖

    Antwort
    • 20. August 2022 um 12:10
      Permalink

      Liebe Petra,
      da hat sich die Arbeit ja gelohnt – ich freue mich sehr, dass dich dieses sprachliche #12von12 so berührt. Danke dir sehr für dein schönes Feedback – vielleicht besuchst du Weimar und Buchenwald ja auch mal? Diese Kontraste sind wirklich bemerkenswert.
      Liebe Grüße von
      Nicole

      Antwort
  • 18. August 2022 um 17:47
    Permalink

    Liebe Nicole,

    Ein außerordentlicher Tag und ein fantastischer 12von12-Artikel! Super gemacht! Ich finde es großartig, dass du ein themenspezifisches 12von12 gemacht hast. Ich bin echt begeistert und Weimar setze ich mal auf meine Bucket List. Sprache ist auch ein Thema, das mich sehr interessiert und fasziniert.
    Es gibt z.B. auch noch Redewendungen aus der Foltersprache, wie „sich gerädert fühlen“ oder wenn jemand „schreit wie am Spieß“. Oder der Begriff „unter die Haube kommen“ aus dem Mittelalter. Alles sehr spannende Themen.

    LG – Uli

    Antwort
    • 20. August 2022 um 12:13
      Permalink

      Liebe Uli,
      das sind wunderbare Ergänzungen zum Thema, danke dir von Herzen! Ja, in der Tat muss man sehr bewusst mit Sprache umgehen und viele Redewendungen hinterfragen. Dieser Tag in Weimar und Buchenwald war da extrem aufrüttelnd. Ein Besuch lohnt sehr! Nimm auch Erfurt noch mit – auch eine wunderschöne Stadt!
      Danke dir für dein tolles Feedback und
      liebe Grüße!
      Nicole

      Antwort
  • 18. August 2022 um 17:07
    Permalink

    Ich kann gut nachvollziehen, dass dich dieser Tag emotional berührt hat. Es braucht Zeit, ein Konzentrationslager zu verarbeiten. Und wie schön, was du danach alles in Weimar entdecken durftest. Ich danke dir für diesen beeindruckenden Bericht.

    Antwort
    • 20. August 2022 um 12:16
      Permalink

      Liebe Heike,
      ja ich brauchte in der Tat ein bisschen Zeit zum Verarbeiten und Schreiben – auch wenn ich soviel über diese Zeit weiß und schon oft in solchen Gedenkstätten war, fasst es mich immer wieder neu an. Wie schön, dass dich mein Bericht berührt hat – dann hat sich die Mühe des Zusammenfassens schon gelohnt. Ich lese gerade in der Folge das Buch Die Jüdin von Iris Krumbiegel – auch sehr beeindruckend. Kennst du es?
      Herzliche Grüße von
      Nicole

      Antwort

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