Mein Jahresrückblick 2020 – So vieles passierte zum 1. Mal

 

Der Blick zurück:
Von geplatzten Träumen und
wertvollen Erfahrungen

Voila: mein erster Jahresrückblick ist online! Jahresrückblicke finde ich toll. Immer schon. Allerdings habe ich es noch nie geschafft, hier auf meinem sehr in die Jahre gekommenen und ziemlich vernachlässigten Blog – entstanden 2016 während der sehr guten Weiterbildung zur Online-Redakteurin bei der Business Academy Ruhr – einen Rückblick zu schreiben. Als Brief zu Weihnachten für Freund:innen und Familie mit vielen Bildern ist es mir vor einigen Jahren einmal gelungen. Auch die Kalender für Großeltern und Paten sind immer schön, um das Jahr Revue passieren zu lassen. Und es hat mir auch echt immer viel Spaß gemacht! Allerdings ist es auch immer so viel Arbeit, dass es dann erstmal dabei blieb – kein Blogbeitrag entstand daraus. Und das geht sicher den allermeisten Menschen so, oder?!

Warum ein Jahresrückblick?

In diesem Jahr ist so vieles anders als „normal“… Deshalb habe ich erstmals meine privaten Instagram– und Facebook-Accounts in 2020 sehr regelmäßig mit neuen Posts „gefüttert“ und freue mich beim Durchscrollen jetzt selbst wohl am allermeisten darüber, dass es mein individuelles Online-Bilder- und Ereignis-Tagebuch für 2020 geworden ist. Außer Corona finden sich dort tatsächlich so viele schöne Dinge, die passiert sind, die ich zum ersten Mal im Leben gemacht, ausprobiert oder erlebt habe und die ich auf diese Weise in sehr dankbarer Erinnerung behalten kann! So haben meine Posts dort, mit denen ich gleichzeitig die sozialen Medien quasi als „Spielwese“ für mich ausprobiere, einen doppelten Wert. Außerdem haben mich diese Posts und meine vielen ersten Male dazu inspiriert, in diesem Jahr einen Jahresrückblick zu wagen.

„Jahresrückblog 2020“-
Challenge von Sympatexter

UND – was noch viel entscheidender ist: Die sagenhaft motivierende Judith Peters aka Sympatexter hat es gemeinsam mit ihrer fantastischen „Jahresrückblog“-Community auf Facebook geschafft, dass ich heute – und auch in 2021, denn es soll einen generalüberholten neuen Blog bei mir geben – wieder einmal blogge. Denn heute am 20. Dezember 2020 sollen alle Jahresrückblicke aus der Gruppe gleichzeitig online gehen. Ich bin schon riesig gespannt auf alle Geschichten und sage Judith und den vielen wertschätzenden Mit-Jahresrückblogger:innen hier schon einmal ein dickes DANKESCHÖN für diese wichtige Motivation!!!

Kleiner Spoiler: Da ich technikbedingt (gestern war erstmal ALLES verschwunden, trotz speichern – oh noooo…) nicht ganz fertig geworden bin, werde ich diesen Jahresrückblick 2020 bis zum Jahresende fertig schreiben – immer mal wieder vorbeischauen lohnt sich also…

Bevor ich jetzt zu meinen für mich wichtigsten Jahresthemen springe, stelle ich mich kurz vor:

Wer bin ich – und wenn ja wie viele?

Foto von Nicole mit Zitat von Friedrich Hebbel: Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht; irgendeinem gefällt er.
Zitat von Friedrich Hebbel:
„Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht; irgendeinem gefällt er.“
Foto: Jörg Heupel, Bonn

Ich bin Nicole von PRojektText.com, lebe mit meiner Familie in Bonn und habe hier meinen Lieblings-Lebensmittelpunkt gefunden. Als Mutter, Freundin, „Frau der Worte“, PR-Journalistin, Öffentlichkeitsarbeiterin, Online-Redakteurin, Buch- und Magazin-Leserin, Ehrenamtlerin, ewig Lernende, reiselustige Entdeckerin, Natur-Genießerin, leidenschaftliche „nie genau nach Rezept“-Köchin und Handy-Fotografin habe ich – wie wohl die meisten hier – so viele Interessen, dass das Fokussieren manchmal schwer fällt. Sicher ist nur: Neugier und Begeisterungsfähigkeit sind mein 2. und 3. Vorname – UND – Texte haben schon ganz früh mein Leben geprägt, Bücher waren ziemlich lange meine bevorzugte Welt, Lesen konnte ich schon, bevor ich in die Schule kam.

Mehr über mein „professionelles Ich“ findet sich auf der Über mich-Seite – und über mein „persönliches Ich“ in diesem „Persönlichen ABC“ von Anfang 2019 – entstanden in der Blog-Challenge von Birgit Schulz von Marketing-Zauber (eine meiner Dozentinnen bei der BAR). Übrigens: Solche Zitate-Kacheln wie links finden sich seit November 2019 regelmäßig in  meinem Instagram-Feed und in den Highlights.

Schnee und Rodel gut in
Oberstdorf und Österreich

Nach Weihnachten 2019 haben wir seit langem mal wieder einen richtigen Schnee-Urlaub mit bestem Wetter gemacht und das neue Jahr in Oberstdorf begrüßt! Es war fantastisch, denn in diesen 7 Tagen habe ich mit der Familie und Freunden wunderbar auftanken und abschalten können. Das war auch bitter nötig, denn am 2. Dezember hieß es für 12 Monate Abschied nehmen von Kind 1, das sich nach dem Abi auf den Weg nach Sydney ans andere Ende der Welt (!) zum Arbeiten und Reisen gemacht hatte – mitten in die damalige Waldbrand-Katastrophe hinein… Das, der unerwartet heftige Mutterherz-Abschiedsschmerz und dazu das erste Weihnachtsfest nur zu dritt haben mich viele, viele Nerven und Tränen gekostet… 

Oberstdorf ist ein toller Ort und rundherum bieten sich eine Menge Möglichkeiten – hier ein Auszug meiner Highlights (v.l.n.r.):

Sonnige Tage auf dem Nebelhorn mit Skibrillen-Selfie | Vier-Schanzen-Springen live: Soooo cooool, wenn das ganze Stadion brüllt „Fliiiiiiieeeeeeg“ |  Oben auf dem Gipfelkreuz – was für Farben!  |  Sonnenuntergang auf der Bergstation – just beautiful…  | Erste Schneeschuhwanderung – noch nie hab ich sooo viel über die verschiedenen Formen von Schnee gelernt!  |  Wanderung durch die vereiste Breitachklamm

Geburtstag feiern mal anders

Nach Oberstdorf durfte ich meinen Urlaub noch ein bisschen verlängern und bin alleine mit dem Zug weitergereist, erst nach München zu meinem „kleinen“ Bruder und einem Abend beim Glühwein-Festival (es gab über 30 verschiedene Glühwein-Sorten, der Knaller!) – dann am nächsten Tag gemeinsam weiter in die Tuxerhütte im Zillertal. Dort hat mein Bruder seinen runden Geburtstag mit Freunden und Familie gefeiert. Es war meine erste Hüttenerfahrung und ich fand es toll! Gemeinschaftszimmer und Gemeinschaftsbad mit recht wenig Komfort, aber maximaler Gemütlichkeit mitten im Schnee sowie Kochen, essen, trinken, Ofen befeuern und quatschen mit fast nur „Fremden“ können in der richtigen Gesellschaft  so viel Spaß machen! Wir übernachten sonst eher „gehoben bequem“ in Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen, sodass ich vorher echt ein bisschen (an-)gespannt und auf der Rückfahrt nach Bonn völlig glückselig war. 

Impressionen (v.l.n.r.): Die Tuxerhütte im Schnee  |  Ab nach Hause mit der Zillertalbahn  |  Kunst am Bahnhof  |  „Eiskoralle“ – so hab ich dieses filigrane Gebilde in Hintertux getauft…  | Lady Loo im Skigebiet

Fun Fact – schon gewusst?

Nach dem Urlaub hab ich von der Freundin meines Bruders das letzte Foto, gemacht auf dem Zillertaler Gletscher, geschickt bekommen und sofort recherchiert: Ich wusste nämlich gar nicht, dass es solche sog. Lady P(issoir)s bzw. „Lady Loos“ (ein tolles Wort, oder?!) schon länger gibt. So werden bereits seit den 1970er Jahren Studien dazu durchgeführt, in welcher Haltung Frauen am liebsten aufs Klo gehen würden, in der sog. Skifahrerhaltung nämlich. Ergo findet man solche Damen-Pissoirs eben meist in Skigebieten! Echt praktisch und durchdacht, oder? Mehr zur Verbreitung und den Vorteilen gibt es unter dem Stichwort „Frauenurinal“ auf Wikipedia.org nachzulesen.

Von Alltag, Vorfreude und
Traumreise-Vorbereitungen

Zurück in Bonn habe ich mich im Januar und Februar erstmal wieder mit den alltäglichen Themen des Lebens beschäftigt. Dazu gehörten z. B.:

  • die in den Medien damals viel diskutierte Abstimmung zur Widerspruchslösung für Organspenden Mitte Januar – wer erinnert sich noch? Das Thema beschäftigte mich sehr, denn ich selbst habe schon seit Studientagen einen Organspendeausweis und befürworte daher die Widerspruchslösung, mit der sich jede:r zwangsläufig einmal im Leben mit diesem wichtigen Thema befassen müsste. Leider stimmten die Politiker:innen dagegen, also wird es weiterhin viel zu wenig Organspender:innen geben in Deutschland, oft nur, weil sich viele Menschen nicht freiwillig damit beschäftigen… Ich finde jede:r sollte einen Ausweis bei sich tragen und darauf festhalten, ob eine Organspende in Frage kommt, wenn ja welche, oder ob man eben nicht spenden möchte – das macht es für Mediziner:innen und Angehörige ein großes Stück leichter, wenn der Fall der Fälle unglücklicherweise einträte.

  • die Vorbereitungen zum Abschluss „meines“ Klimaschutz im Tourismus-Projektes Katzensprung: Als Projektkoordinatorin und Fachpresse-Verantwortliche in Teilzeit durfte ich diese crossmediale Kampagne für den Verband Deutscher Naturparke e.V. (VDN) von Mitte 2017 bis Mitte 2020 gemeinsam mit einem Kollegen betreuen. Von der NKI und dem BMU gefördert und mit drei weiteren Projektpartnern durchgeführt, präsentiert die Katzensprung-Seite u.a. viele tolle und klimaschonende Übernachtungs- und Urlaubserlebnisse in Deutschland und seinen Naturparken, mit denen sich der eigene CO2-Fußabdruck deutlich reduzieren lässt. UND Mitte Mai wäre ich bei meiner ersten großen Abschluss-Konferenz mit einer Bundesministerin in Berlin gewesen – ach, man ahnt es schon… 

  • das Ende einer tollen, erfolgreichen und teils turbulenten Zeit mit wunderbaren Mitstreiter:innen und vielen schönen Begegnungen: Als ehrenamtliches Vorstandsmitglied und Mitbegründerin des Vereins Boule-Freude-Friesdorf e.V. habe ich vier Jahre lang die WordPress-Webseite aufgebaut und betreut, gepostet, gebloggt und die Pressearbeit gemacht. Jetzt ist die Boule-Bahn in unserem Dorf längst fertig und wird gerne und regelmäßig genutzt. Leider hat sich keine Nachfolge für den Vorstand finden lassen, sodass der Verein satzungsgemäß aufgelöst werden musste. Aber die Bahn wird natürlich auch ohne organisiertes Vereinsleben genutzt – und vermutlich demnächst in einem Imagefilm der Stadt Bonn vorgestellt – darauf warten wir gespannt…

  • der Beginn der 3-monatigen Dauerbaustelle zu Hause: Zwecks Fassadendämmung und Fenstertausch lebten wir in unserem Mietshaus-Riegel mit Lärm, Staub, Dreck, Parkplatzmangel und bei dem tollen Frühlingswetter gänzlich ohne Balkon und Privatsphäre. Immerhin grüßten die Arbeiter immer nett, wenn sie beim Vorbeilaufen vom Gerüst aus auf den Frühstückstisch schauten. Spannend wurde es, als die alten Holzfliesen nach über 13 Jahren vom Balkon geräumt wurden – ich hatte mich nämlich immer schon gefragt, ob und welches Biotop bis dahin unter unseren (meist nackten) Füßen existierte… Der Lärm des Presslufthammers hat mich dann aber schnell ins Büro fliehen lassen und so bleibt dieses Geheimnis bis auf Weiteres ungelöst.
    Das Ergebnis der aufwändigen Sanierung hat sich glücklicherweise gelohnt: Dadurch müssen wir jetzt deutlich weniger heizen und die Fenster sind auch schallgeschützter. Wir empfinden es bei den derzeitigen Mietsteigerungen und mit so vielen „Immobilienheuschrecken“ als großes Glück, dass der Bund als Vermieter dann doch in seine Immobilien investiert, sie in Schuss hält und auch die geplanten Termine trotz Corona ohne Unterbrechung eingehalten werden konnten.

  • DAS Event hier im Rheinland – der Karneval. Auf der Straße, in den Kneipen und privat feierten die Jecken, Narren und Karnevalsverrückten hier wie immer, obwohl diese „Corona-Gerüchte“ schon durchaus hartnäckig kursierten… Aber Karneval im Rheinland ausfallen zu lassen war wohl – leider, wie wir heute wissen – offensichtlich ein No-go. Uns war es schon damals etwas unheimlich, sodass ich nur einen kleineren Veedels-Karnevalszug an der frischen Luft besucht und zum 1. Mal den noch kleineren Karnevals-Spaziergang bei uns im Dorf mitgemacht habe. Die tolle und entspannte Stimmung und einige liebevolle Stationen mit „Flüssignahrung“, Gesang und Live-Musik bei netten Nachbarn entlang der Strecke waren richtig schön und auch ungefährlich! Privat im kleinen Kreis feiern wir, seit die Kinder klein waren, jedes Jahr mit guten Freunden eine Mini-Karnevalsparty, auf der fast immer durchgetanzt wird. Das war übrigens meine erste und gleichzeitig letzte Party in diesem Jahr – obwohl das damals ja noch keine:r ahnen konnte.  

Impressionen: Gerüst am Bau   |   Fensterlos   |   Bye-bye Balkon-Biotop   |   Veedelszug in Kessenich |  Dorf-Spaziergang  |  Ich als Blumenmädchen

1. kommt es anders, und 2. als man denkt…

Das war der Alltag. Doch wie sagt man so schön? Nach der Reise ist vor der Reise… Und deshalb war ich von Januar bis März auch schon wieder mit den aufregenden Vorbereitungen für meine Traumreise beschäftigt: Ich plante, meine Tochter in Australien zu besuchen und mit ihr gemeinsam im Campervan und danach erstmalig als Frau zwei Wochen alleine durchs Land zu reisen. Denn schon als Kind wollte ich immer einmal Kängurus in ihrem originären Lebensraum sehen – und wissen, wie es sich in ihrem Beutel  wohl so anfühlt… Für mich war es wohl damals der Inbegriff von Kuscheligkeit.

Es war also alles durchdacht, diskutiert, beantragt und gebucht und sollte meine erste und einzige Fern-Traumreise werden. Dafür habe ich mich u.a. schweren Herzens von meinem alten grauen Führerschein-Lappen und dem alten Personalausweis getrennt, denn für Down under brauchte ich jetzt schon die neuen, uncharmanten Plastikkarten. Auch einen Reisepass musste ich beantragen, denn seit 27 Jahren hatte ich keinen Urlaub mehr außerhalb der EU gemacht und kam immer mit dem Personalausweis zurecht.

Tja, was soll ich sagen? Corona kam und drehte mein Leben und das aller Menschen auf der Welt gründlich auf den Kopf. Aus Ostküste mit Sydney und Melbourne im Süden wurde nichts, aus meiner allerersten Campervan-Reise die Westküste entlang auch nicht, und auch nicht aus der geplanten ehrenamtlichen Arbeit in einer Känguru-Auffangstation…

Fun Fact – schon gewusst?

Apropos Kängurus: Durch die wunderbare Autorin und Journalistin  Iris Schürmann-Mock habe ich im Herbst erfahren, dass ein Känguru-Baby bei der Geburt nur haselnussgroß ist, es ganz alleine am Fell hoch in den Beutel seiner Mutter klettern muss und dass die Mutter gleichzeitig zwei unterschiedlich alte Babys im Beutel großziehen kann und dabei zwei Sorten Milch produziert: an 2 Zitzen fließt reichhaltige Babymilch, an den anderen beiden die normale Milch für das ältere Baby. Crazy, oder? Gelernt habe ich das während einer Lesung im Rahmen des Käpt’n Book Lesefestes in Bonn, das ich seit einigen Jahren für unsere evangelische Kirchengemeinde mit betreue. 

 

Emotionale Achterbahnfahrt

Der Hinflug war für Ende März geplant, und in Australien entwickelte sich das Infektions-Geschehen seeehr langsam, die abgelegene Insellage wirkte sich in diesem Fall durchaus positiv aus. Deshalb hatte ich seit Anfang März täglich hin und her überlegt, ob und wenn ja wann ich ggf. früher losfliege, um mein Kind in dieser unwägbaren Situation nicht allein so weit weg zu wissen und doch noch mit ihm zusammen reisen zu können. Auf diese intensive, gemeinsame Zeit hatte ich mich nämlich am meisten gefreut.

Die ersten beiden Wochen im März waren eine absolut emotionale Achterbahnfahrt für mich – ich war quasi stündlich hin- und hergerissen zwischen Mut und Furcht, Sehnsucht und Vernunft, Verantwortung und Verrücktheit. Die positiven Reaktionen von Familie, Freund:innen und Kolleg:innen sowie die extrem niedrigen Fallzahlen am anderen Ende der Welt gaben schließlich den Ausschlag – JA, ich wollte und konnte fliegen.  Auch der Campervan-Verleih reagierte positiv, mein Flug ließ sich gegen Aufpreis leicht umbuchen und die Vermieterin in Australien war ebenfalls entspannt.  Darüber freuten sich Mann und Sohn zu Hause übrigens am meisten – endlich niemand mehr, der lästigerweise gesundes Essen, Bewegung an der frischen Luft, Dialoge in ganzen Sätzen oder weniger Computerzeit einforderte – freie Bahn also für den Männerhaushalt im just zu meinem Abflug beginnenden Lockdown bei uns in Deutschland.

Schreck: Quarantänepflicht in Australien und obdachlos

Bevor ich allerdings nachmittags losfliegen konnte, traf mich ein weiterer Schlag: Australien verfügte tatsächlich für alle Einreisenden eine 14-tägige Quarantänepflicht, die 30 Stunden vor meiner Ankunft dort in Kraft trat (immerhin NOCH keinen Einreisestopp, puh). Doch knapp daneben ist eben auch vorbei. Ich hatte zwar damit gerechnet und das auch schon mit Arbeit im Homeoffice eingeplant, damit ich danach dann mit dem Kind hätte reisen können, aber dass ich soooo knapp zu spät kam, war schon frustrierend. Zumal mich die Vermieterin morgens um sieben aus dem Schlaf riss, um mir zu sagen, dass ich nicht bei ihr wohnen könne, da ich nur ein Zimmer mit Gemeinschaftsnutzung von Bad und Küche bewohnt hätte – das war meine Wahl, um Kontakt zu Land und Leuten zu bekommen, aber leider nicht Quarantäne-konform… Also musste ich vor dem Abflug flugs noch eine neue Bleibe finden – nahe des Flughafens in Perth und mit kleiner Terrasse gab es ein passendes Appartment. Wow, nix für schwache Nerven und Bluthochdruck. „Jetzt kann es aber nicht mehr schlimmer kommen!“, dachte ich. 

Komfortabel & cineastisch fernfliegen

Und so startete ich tatsächlich schon Mitte statt Ende März mit einem Rucksack voller Mitbringsel für das Kind und großen Hoffnungen auf Normalität in Down under – wo es zum Zeitpunkt meiner Einreise in Westaustralien nur ganze 18 (in Worten achtzehn!) Fälle gab. Ende April wollte ich zurückkehren. Der lange Hinflug mit einem Zwischenstopp in Doha/Katar – wo ich meine geplante Nacht leider auch nicht mehr verbringen durfte, da das Land nur noch den Transit gestattete (und auch darauf hatte ich mich bei der Planung riesig gefreut!) – war dann wider Erwarten viel besser als gedacht.

Für mich persönlich – und sicher alle anderen Passagiere – hatte der ziemlich leere Flieger einen angenehmen Vorteil: Viel Abstand, weniger Enge, mehr Platz, Ruhe und Gemütlichkeit für diesen für mich ersten Langstreckenflug, vor dem ich durchaus Respekt hatte. Durch die besonderen Umstände war die lange Reise fast wie eine lange Kinonacht mit bestem Service: Ich konnte mir endlich mal „Three billboards outside Ebbing, Missouri“ ansehen, großartig! Aber auch „Der Distelfink“ und „Joker“ sind toll. Wenn Fliegen also nach Corona wieder etwas Seltenes, Einzigartiges, ganz Besonderes wäre, so wie noch in meiner Kindheit und Jugend, wäre vermutlich nicht nur für das Klima und den sog. Übertourismus viel gewonnen… 

Wie es dann mit der Reise und dem restlichen Jahr weiterging, beschreibe ich bis Ende Dezember hier – selten habe ich eine sooo intensive, verrückte und gleichzeitig stärkende Zeit in meinem Leben erlebt…

Von Quarantäne, Kunst
und Kängurus in Perth

Die Ankunft in Perth Montag Abend um halb acht Ortszeit und die Einreise ins Land waren geradezu unspektakulär. Was hatte ich mir den ganzen Flug über einen Kopf gemacht über Quarantäne-Auflagen und -kontrollen, Formalitäten-Checks, Gepäck- und Zollnachweise, Fiebermessung etc. – denn angeblich sind die Australier da ganz besonders strikt und lassen nicht jede:n so einfach rein, schon gar nicht zu Beginn einer weltweiten Pandemie…

Aber: Es war alles ganz einfach – angesichts des sicher mitreisenden Virus‘ fast zu einfach. Meine Einreisekarte mit Kontaktangabe wurde nur kurz überflogen. Fiebermessen? Fehlanzeige. Meine Selbstauskunft wurde mit einem Blick auf den Ausweis schnell hingenommen, die weitere Reise zu meinem Zielort hätte auch per Bus und Bahn (Quarantäne?) quer durchs Land erfolgen dürfen ganz ohne Maske(npflicht), die es damals auch in Australien noch gar nicht gab.  Kurzum: Nach einer knappen halben Stunde mit einer australischen Telefonkarte und australischen Pfund in der Tasche war ich im Land… So einfach? So einfach! Da ich eigenverantwortlich vernünftig war und nicht in einen Bus steigen wollte nach dem Flug vom anderen Ende der Welt, nahm ich ein Taxi zum nahegelegenen Appartement in Cloversdale – meinem Quarantäne-Zuhause mit Mini-Terrasse für die nächsten 14 Tage… Im Dunklen angekommen und in einem modern eingerichteten Ferienappartement im Ikea-Style fühlte ich mich ziemlich aus der Zeit gefallen – dass ich mich jetzt tatsächlich in meinem Traumland befand, konnte ich kaum glauben – es sah ja erstmal nicht viel anders aus als zu Hause oder sonstwo in einer europäischen Airbnb-Wohnung.

Quarantäne in der Fremde:
Und täglich grüßt das Murmeltier

Die nächsten 12 Tage erstmals allein auf einem anderen Kontinent verliefen quasi fast alle gleich, da ich mich vorbildlich an die Quarantäneauflage hielt: aufstehen, Temperatur auf der Terrasse prüfen, ausgiebig frühstücken, danach ein Besuch im Bad, im Homeoffice mit 7 Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland arbeiten, stundenlang TV-Nachrichten und Pressekonferenzen verfolgen, Essen kochen, mit den Lieben zu Hause telefonieren, Sonnenuntergänge mit Zuckerwatte-Wolken fotografieren, Fernsehen gucken und/oder lesen, schlafen gehen… Meine Highlights bestanden im Wesentlichen darin, abends nach Einbruch der Dunkelheit mal den Müll an die Straße zu bringen und mir dabei ein bisschen die Beine zu vertreten.

Von der Tochter und ihrer Freundin wurde ich zweimal mit köstlichen und frischen Lebensmitteln versorgt – etwas zusammen unternehmen durften wir ja leider nicht. Unser erstes Treffen verlief deshalb zugegebenermaßen nicht ganz Corona-konform, denn nach vier (!) Monaten musste ich sie einfach mal kurz sehnsuchtsvoll in die Arme schließen dürfen, oder?! So weit, so gut.

Lagerkoller – Klage auf hohem Niveau

Nach den ersten vier Tagen allein in der Fremde und ohne persönliche Begegnungen packte mich tatsächlich der Frust. Mein Appartement war für mich alleine fast ein Palast zum Tango tanzen – allein mit wem sollte ich??? Ich hatte eine Mini-Terrasse zum draußen sitzen, die aber in der urbanen Stadtrand-Nachbarschaft kaum Abwechslung bot: Entweder waren die Nachbarn arbeiten oder in Haus und Garten – es war kaum wer zu sehen in meiner Straße. Ich hatte eine Klimaanlage im Wohnzimmer, die bei den ganz schön hohen Temperaturen auch sehr willkommen war. Mein Bett war gemütlich, die Küche super ausgestattet, das Bad perfekt. ABER: Ich fühlte mich einsam, eingesperrt, abgeschnitten von der Welt da draußen, die ich doch eigentlich neugierig erkunden wollte – mit meinem Kind und alleine… Außerdem ließ sich der Jetlag ohne Aktivitäten kaum überwinden, ich schlief schlecht und hatte vom Arbeiten am Esstisch Rückenschmerzen.

So entschied ich mich also, am Wochenende nach Sonnenuntergang auf den menschenleeren Straßen zu walken – es trieb mich bis zum Swan River, von wo ich die bunten Lichter von Perth City wenigstens mal kurz von Ferne sehen konnte. Danach konnte ich schon deutlich schmerzfreier und besser schlafen. Prima, also gleich noch einmal: Am nächsten Abend versuchte ich es mit Joggen auf einer anderen Strecke – um dann kurz vor Schluss meiner Runde richtig krass zu stolpern und voll auf Knie und Gesicht zu stürzen… Hatte ich mein Schicksal zu doll herausgefordert???

P E C H gehabt!

Autsch! Knie und Handy waren fast ein Totalschaden, aber Zähne zusammenbeißend klaubte ich die Einzelteile meines Kontaktes zur Außenwelt im Dunklen zusammen und humpelte das kurze Stück heim, um den Schaden zu begutachten. Auweia. Das Handy ließ sich trotz des völlig zerborstenen Displays noch nutzen – Glück gehabt. Kinn, Handballen und Ellbogen waren ziemlich aufgeschrammt und dick, aber soweit ok. Aber das Knie… Tiefe Wunde, blutig, dick, und ich hatte mein 1.-Hilfe-Set zu Hause in Deutschland vergessen. Zum Arzt konnte ich ja nicht. Wie hätte ich dem auch erklären sollen, wie man allein in einer Wohnung so heftig stürzen kann??? Obwohl – ich hätte da eine Geschichte in Petto gehabt, denn mein Gedankenkarussell begann sich natürlich unmittelbar nach dem Sturz zu drehen und spuckte gleich einen Plan B und C aus. Aber die brauchte ich zum Glück nicht, denn erstmal fand ich bei Dr. Google Plan A: Bei Knieprellungen und Bänderdehnung hilft die PECH-Regel. Ernsthaft jetzt? PECH??? Als hätte ich davon nicht schon genug gehabt in den letzten Wochen, sollte PECH nun die Lösung sein??? Ja, war sie tatsächlich: Denn die PECH-Regel heißt nichts anderes als Pause machen (no more sports) – mit Eis kühlen (ein Eisfach hatte mein Kühlschrank, yes!) – Compression (war dank meiner schicken Kompressionsstrümpfe für den Langstreckenflug auch kein Problem, und hey – außer mir hats ja keiner gesehen…) – Hochlagern (2 Tage am Stück hab ich nichts anderes gemacht als PAUSE…). Jetzt hatte ich also neben Rückenschmerzen auch noch Knieschmerzen und war zu Corona-konformer Bewegungslosigkeit verdammt – was für ein Pech! Immerhin hatte der Vermieter ein kleines Notfallset im Bad deponiert, sodass ich das lädierte Knie bandagieren und das Eis im Frühstücksbeutel mit einem Verband fixieren konnte… Und ein paar Schmerztabletten und etwas Gurgellösung zum Desinfizieren der Wunde hatte ich immerhin dabei.

Nach P E CH kam … der Lockdown in Down under

Unnötig zu sagen, dass auch die verbliebenen Tage wieder einer emotionalen Achterbahnfahrt glichen, da es jeden Tag neue Infos, Hoffnungen und dann doch weitere Verbote, Grenzschließungen und Lockdowns auch in Australien gab. Die Infektionszahlen blieben in Western Australien (WA) extrem niedrig – dennoch wurden die inneren Ländergrenzen dicht gemacht. „Ok dachten wir, dann reisen wir eben nach der Quarantäne nur durch WA statt durchs ganze Land, ist schließlich das größte Areal des Kontinentes. Sydney und Melbourne müssen warten.“ Aber nein, es kam noch schlimmer: Touristische Reisen wurden bald komplett verboten, aber Campingplätze in WA sollten offen bleiben zu Erholungszwecken für die Bevölkerung. „Ok, dann ist die Campervan-Tour mitten in der Natur ohne Begegnungen mit Fremden ja möglich.“ Aber – genau, es kam noch schlimmer: Plötzlich durfte man nur noch im Großraum Perth unterwegs sein und auch das nur mit triftigem Grund… Das war dann tatsächlich das fette AUS für alle unsere Pläne. Wohlgemerkt bei einer Infektionszahl von unter 30 Fällen in GANZ West Australien – zu der Zeit sprachen wir in der Welt schon von tausenden Infektionen…

Jetzt also doch Plan B und C

Gezwungenermaßen änderte ich also alle meine Pläne, stornierte den Camper und die Appartements in Sydney und Melbourne, registrierte mich und die Mädels im Rückholprogramm und in der Elefant-Liste des Bundesaußenministeriums und zog alleine in das 2. gebuchte Appartement in East Perth, während die Mädchen im Hostel am Meer blieben und dort gemeinsam ihre letzten Tage einer viel zu früh zu Ende gehenden Traum-Work & Travel-Reise verbrachten, bevor auch dieses Hostel schloss.

Fun Fact – schon gewusst?

„In instances, where vigourous activities have occurred in the bathroom…“ – Use POST-POO DROPS!
Herzlich lachen musste ich über die Entdeckung  eines Aromatropfen-Fläschchens mit dieser Aufschrift auf dem Etikett im fensterlosen Bad in Wohnung 2 meines Aufenthalts in Perth. Aber in der jetzigen #stayathome-Situation – und falls man über kein Fenster in der Örtlichkeit verfügt – ist der Tipp vielleicht ganz hilfreich?! Ist schließlich neben den vielen Fragen rund ums Klopapier (wie lange reicht es, wo und wann kann ich es kaufen, werden wir Menschen genug davon haben, werden Klopapier-Torten nicht nur als Hochzeitsgeschenk „in“ bleiben…) auch wichtig.

Da wir zunächst keinen garantierten Rückflug über das Bundes-Rückholprogramm zugesagt bekamen, buchte ich meinen Rückflug doch selbst neu – natürlich doppelt so teuer wie der ursprünglich gebuchte – und auch einen für die Mädchen – „meine“ Airline Qatar Airways operierte glücklicherweise durch die gesamte Pandemie hindurch, sodass ich nie wirklich Sorge hatte, in Australien festzusitzen. Und hey, was hätte schlimmstenfalls passieren können? Ich hatte genügend Geld für ein Appartement und meinen PC fürs Homeoffice dabei, Australien war noch immer das sicherste Land der Welt, es gab dort genauso wenig Klopapier, Tempos, Nudeln und Tomatensauce wie zu Hause – und es war schön warm. Nach der Quarantäne hätte ich also wenigstens im Indischen Ozean baden können, denn die Strände in WA waren (noch) nicht gesperrt worden.

Kunst & Kängurus

Die City of Perth – die ich ohne Waldbrandalarm an der Ostküste gar nicht erst angeflogen hätte, hat sich sofort einen fetten Platz in meinem Herzen erobert. In meinen sieben „freien“ Tagen bis zum Rückflug habe ich sie mir – kaputtes Knie hin oder her – ziemlich ausgiebig erlaufen – Voltaren-Gel, Wille und Ignoranz sei Dank! Viele schöne Parks habe ich kennengelernt, fast alle öffentlich zugängliche Skulpturen-Kunst und kreative Streetart abgeklappert (Museen waren auch schon geschlossen), in den bis Ende März geöffneten Shops Souvenirs für meine Lieben daheim eingekauft, die Mädchen am  Cottlesloe Beach besucht und meine Füße dort in den Indischen Ozean getaucht, dem idyllischen Freemantle per Bus einen Besuch abgestattet und u.a. das zu dieser Zeit im Hafen in Quarantäne liegende Kreuzfahrtschiff „Artania“ gesehen sowie die tolle, moderne Architektur neben alten historischen Gebäuden in Perth bewundert.   

Ja, Stadtentwicklung können sie in Australien, die Lebensqualität in der Stadt am Schwanenfluss ist exorbitant toll! In allen Parks gibt es Laufstrecken, Fahhradstraßen und Fitness-Anlagen, die Kinderspielplätze sind innovativ und alle mit Schatten spendenden Segeln versehen, die zahlreichen öffentlichen Toiletten sauber und sicher, der öffentliche Nahverkehr günstig und zuverlässig, kurz: Die größte Stadt an der Westküste Australiens ist absolut eine Reise wert! Kaum vorstellbar, was diese Stadt ohne Pandemie mit offenen Cafés, Restaurants und Kulturstätten alles an Atmosphäre zu bieten hat… Insgesamt hatte ich also in den paar Tagen ein ganz schön strammes Programm!

Fun Fact – schon gewusst?

Eines der Bauwerke, die mich sehr beeindruckt haben, ist die Matagarup Bridge in Perth – eine ziemlich stylisch gestaltete Fußgänger-Hängebrücke mit Pflanzen, Bänken und Musik (!), die East Perth seit 2018 mit Burswood und dem Perth Stadion verbindet. Bei Nacht wird sie wechselnd illuminiert, wie übrigens die meisten Gebäude in Perth. Das Design soll u.a. an die schwarzen Schwäne erinnern, die dem Swan River seinen Namen gaben. Produziert wurde die Brücke aus australischem Stahl und der Name geht auf die indigene Bevölkerung der Noongar zurück, die im Südwesten von Westaustralien leben und den hier nur knietiefen Fluss immer zu Fuß überquerten. 

Zitat: „Matagarup“ is the Nyungar name for the whole area – waters included – around Heirisson Island, and means „place where the river is only leg deep, allowing it to be crossed.“

Nur eines fehlte mir noch zu meinem Glück! Denn meine Reise nach Australien konnte doch nicht wirklich zu Ende gehen, ohne dass ich einem Känguru begegne??? Ohne dass mein Kindheitstraum sich erfüllt??? Die Zoos waren ja leider ebenfalls schon geschlossen, also fragte ich die nette Vermieterin von Wohnung 2, ob sie einen guten Tipp für mich habe. Sie hatte!!! Und so habe ich mich nach dem 2. Umzug in Perth in die 3. Unterkunft ( die 2. Wohnung konnte ich leider nicht verlängern) am letzten Abend auf die Suche nach den quasi fast frei lebenden Kängurus auf Heirisson Island, einer Insel mitten in der Stadt im Swan River, gemacht – und wurde fündig! Hach, was für ein großes Glück nach all diesem Hin und Her, Kreuz und Quer, Pech und noch mehr Pech!!!

Die sieben Kängurus sind an die regelmäßigen menschlichen Besucher gewöhnt und sollen sich sogar streicheln lassen – das hab ich mich aber nicht getraut. Aber ein kleineres von den fünfen kam plötzlich auf mich zugehüpft und fraß nur eine Armlänge von mir weg in aller Seelenruhe vor sich hin. Keine Spur von „social distancing“ – was für ein großes Glück und wunderbares Erlebnis in all dem Pech! Glück und Dankbarkeit pur! Und so war mir dann auch jeder einzelne der Trillionen Mückenstiche, die ich mir dort in der Abenddämmerung ohne Mückenspray einhandelte, egal – denn ich hatte tatsächlich Aug‘ in Aug‘ vor einem echten, halb wild lebenden Känguru gestanden.

Danach standen nur noch Packen, Abschied und Rückflug auf dem Programm – und so kamen wir schweren Herzens ebenso traurig wie glücklich – und vor allem gesund – Anfang April wieder in Deutschland an. Unser Gefühls- und Gedankenchaos brauchte natürlich noch eine ganze Weile, bis es sich wieder entwirrt hatte. Und mein Knie eine lange Auszeit, bis es wieder völlig abgeheilt war – die fette und unschöne Narbe wird mich sicher ewig an diese Zeit erinnern… Weitere Impressionen, Gedanken und Bilder meiner Reise finden sich seit Mitte März auf meinem Instagram-Account.

Mein Australien-Fazit

Aber mein Fazit ist trotz allem ein durchweg positives: Ich bekam gleichzeitig weniger und doch mehr als erwartet. Ich hätte mir nie verziehen, es nicht probiert zu haben – was wenn Australien keinen Lockdown erlebt hätte angesichts der sehr geringen Fallzahlen? Ich wollte meine Tochter in der Pandemie auf keinen Fall mit schwierigen Entscheidungen oder ggf. sogar einer Erkrankung fern der Heimat alleine wissen. Und meine Omi hat schon immer gesagt: „Kind, man weiß nie, wofür es gut ist!“

Liebe Omi – ich weiß es jetzt – und davon berichte ich im nächsten Teil meines Jahresrückblicks 2020.

Nicole Isermann

Nicole Isermann ist seit über 20 Jahren freie und fest angestellte Fachjournalistin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie arbeitet für Unternehmen, Vereine, Verbände, Agenturen oder Gründer. Der Blog PRojektText.com bietet alles rund um professionelle PR für KMU und das zielgruppengerechte Texten: on- wie offline.

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