„Wenn Worte Wellen schlagen“ – mein Jahresmotto 2026 zwischen Bedeutung, Wirkung und Resonanz
Ich vergebe gerne ein Motto für das Jahr, denn es hilft mir, fokussiert zu bleiben, mir klar zu werden, was ich erreichen oder wofür ich stehen möchte.
Umso schöner ist, dass meine Freundin Korina eine Blogparade zu diesem Thema angestoßen hat. Mit meinem Beitrag nehme ich gerne an Ihrer Blogparade mit dem Titel „Welches Wort trägt dich durch 2026?“ teil. Wenn du auch mitmachen magst, hast du bis zum 28.2.2026 Zeit.
Warum lautet mein Jahresmotto für 2026 „Wenn Worte Wellen schlagen“?
Sprache ist nie nur „verwendetes Vokabular“. Sie ist ein Medium, das bewegt — innen wie außen. Mit meinem Jahresmotto möchte ich genau diese drei Dimensionen von Sprache sichtbar machen: Bedeutung, Wirkung und Resonanz.
Wenn Worte Wellen schlagen – das ist für mich wie ein Satz wie ein Stein im Wasser. Kaum ausgesprochen, zieht er Kreise. Erst kleine, dann größere. Sichtbare und unsichtbare. Genau darin liegt für mich die Kraft dieses Jahresmottos: Worte bleiben nicht folgenlos. Sie bewegen etwas. Immer!

Wenn Worte Wellen schlagen bedeutet für mich vieles:
Klären – berühren – verbinden
Worte können berühren – leise, fast zärtlich, wie ein sanfter Wellengang. Sie können klären, ordnen, verbinden. Ein einziges richtig gewähltes Wort kann Verständnis schaffen, Orientierung geben, Mut machen. In diesem Sinn sind Worte Werkzeuge, die ich gelernt habe, handwerklich einzusetzen – präzise, wirksam und verantwortungsvoll.
Irritieren – anstoßen – bewegen
Doch Wellen schlagen heißt auch: aufrütteln. Irritieren. In Bewegung bringen. Worte können Debatten auslösen, Haltungen hinterfragen, Strukturen verändern. Manchmal genügt ein Satz, um Gewohntes ins Wanken zu bringen. Sprache ist niemals neutral – sie formt Wahrnehmung, setzt Rahmen und Sruktur, schafft Realität. Das fällt mir besonders beim Thema Gendern auf.
Bedeuten – resonieren – wirken
Und schließlich bedeutet „Wellen schlagen“ auch Resonanz. Worte treffen auf ein Gegenüber. Sie werden aufgenommen, interpretiert, weitergetragen. Zwischen mir als Senderin meinen Leserinnen oder Empfängern entsteht ein Raum, in dem Bedeutung wachsen kann. Was ich schreibe, endet nicht bei mir. Es wirkt fort – in Gedanken, Gesprächen, Entscheidungen.
Dieses Motto ist für mich deshalb Einladung und Verpflichtung zugleich: achtsam mit Sprache umzugehen. Bewusst zu formulieren. Und gleichzeitig mutig genug zu sein, Worte zu wählen, die etwas in Bewegung bringen. der Auseinandersetzung nicht ausweichen, ein Narrativ verändern, damit sich Wahrnehmung verändern kann – und Handeln. Sprache prägt Handeln – genau das ist es, was ich meinen Leserinnen und Lesern immer wieder bewusst machen möchte. Genau deshalb passt mein Jahresmotto so gut!

Wann und wo habe ich mein Motto für 2026 gefunden?
Bereits im November 2025 fand ich es beim Zeitunglesen. „Was ist das denn bitte für eine wunderschöne Überschrift?“, dachte ich mir? Und wusste sofort, dass das mein Motto für das Jahr 2026 wird.
Denn Worte schlagen nicht nur Wellen – sie bilden Brücken zwischen Köpfen und Herzen. Genau so sollen meine Worte wirken, indem sie berühren, motivieren, inspirieren.

Wenn Worte Wellen schlagen, lassen sie viel Raum für Interpretation
Was mir an meinem Jahresmotto noch gefällt ist, dass es ganz unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Es impliziert Bewegung, Ausbreitung und Reaktion. Je nach Kontext kann diese Reaktion positiv, irritierend oder sogar konflikthaft sein.
Was könnte ich mit wellenschlagenden Worten alles erreichen? Vielleicht …
- Aufmerksamkeit erregen
- Resonanz erzeugen
- In den Dialog treten
- ein Echo hervorrufen
- für Gesprächsstoff sorgen
- Debatten auslösen
- Bewusstsein schaffen
- für Wirbel sorgen
- Staub aufwirbeln
- provozieren
- polarisieren
- etwas bewegen
- Spuren hinterlassen
- etwas bewirken
- Impulse setzen

Wo Worte auf meinem Blog Wellen schlagen
Worte sind viel mehr als Zeichen auf Papier (oder Bildschirm) – sie bewegen, berühren und breiten sich aus – wie Wellen im Wasser. Wenn du tiefer eintauchen möchtest, findest du hier weitere Gedanken rund um Worte und Schreiben. Meine unvollständige Liste an Empfehlungen für dich:
- Wörter oder Worte: Was ist der Unterschied zwischen beiden Pluralformen?
- Was ist ein Wortfeld und wie nutzt du es für dein kreatives Schreiben?
- Acht Tipps für Schreibanfänger*innen, die helfen, Texte besser zu machen
- Meine liebsten Zitate über das Schreiben
Jetzt verrate mir gerne im Kommentar unter diesem Beitrag:
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