Adventsmail für dich

Gruß zum Heiligabend – 24. Dezember 2021

Liebe Freundin,

da ist sie also, meine vorerst letzte Mail an dich. Solltest du mir in den letzten Tage eine Mail geschrieben haben, die ich bis heute noch nicht beantwortet habe, sieh es mir bitte nach – die Zeit hat einfach nicht gereicht… Doch über jede einzelne habe ich mich sehr gefreut!

Heute ist Heiligabend, und ich hoffe du hast den Tag entspannt beginnen können und hoffentlich schon das allermeiste für die Festtage vorbereitet? Ich bin leider noch nicht ganz fertig, aber der Baum ist immerhin schonmal sehr liebevoll von Clara geschmückt worden, das Dessert – ein Spekulatius-Tiramisu – ist eine Gemeinschaftsproduktion von uns allen, eine große Ladung Mandeln ist gebrannt, die Geschenke habe ich alle fertig verpackt (und zum Glück vorher in allen möglichen Schrank- und Schubladen-Ecken wiedergefunden… innocent) – und jetzt kommt noch das Hauptgericht… 

Lass dich gerne mit diesem Gedicht einstimmen:

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

„Weihnachten“ von Johann Wolfgang von Goethe

Dieser Baum steht in der Fußgängerzone von Bonn – und ich fotografiere ihn jedes Jahr wieder, weil er so schön aussieht.

Jetzt genieße ich, dass wir Weihnachten zu viert im Familienkreis verbringen werden, wie immer, wenn nicht gerade ein Kind im Ausland weilt… Es gibt dasselbe Lieblingsessen wie immer, einen Baum in Rot, leider keinen Gottesdienst, aber sicher viel Gemütlichkeit. Zur 23-Uhr-Vesper werde ich gehen, um dort zu helfen und die schöne, ruhige Stimmung in der Kirche zu genießen.

Am 1. Feiertag werden wir (hoffentlich) packen, Reste essen und uns auf den Urlaub einstimmen. In Oberstdorf möchte ich unbedingt

  • wieder eine Schneeschuhwanderung machen
  • nochmal durch die Breitachklamm wandern
  • Langlaufen
  • meinen Bruder und seine Freundin treffen – von München ist es nicht sooo weit
  • eine Freundin sehen, die zufällig nicht weit von uns auch im Allgäu weilt
  • Schlitten fahren – ich habe da einen coolen Mini-Rodler mit nur einer Kufe, den man in den Rucksack tun und immer dabei haben kann. Für die 55-jährigen Knochen ist er zugegebenermaßen etwas sehr tief (da fällt mir doch gleich das Bild vom übergewichtigen Tourist wieder ein – nicht am Strand, sondern dick verpackt und etwas ungelenk auf dem Schlitten… – Hiiiiiilfe!), aber hey, man wächst an seinen Herausforderungen 😉

Ich freue mich jedenfalls auf alles, was kommt, und finde Ersatz für das, was vielleicht nicht geht. Wie sieht dein Weihnachtsfest aus?

Ich wünsche dir und deinen Liebsten von Herzen schöne Weihnachten und einen guten und gesunden Start ins neue Jahr – in dem wir uns hoffentlich wieder begegnen können: per Mail, Telefon, Video – und am liebsten natürlich in echt!

Mit diesem Weihnachts-Zelfchen – das mir gestern Abend beim Durchblättern eines Magazins zuflog – verabschiede ich mich in die Ferien.

Weihnachtliche Grüße von

deiner Nicole

P.S.: Fast alle Adventsgrüße kannst du in Ruhe noch einmal auf meinem Blog nachlesen (nur für dich sichtbar): https://projekttext.com/adventsmail-fuer-dich 

Gruß zum 23. Dezember 2021

Liebe Freundin, 

die vorletzte Mail an dich ist fertig… Gestern habe ich nochmal sehr schöne Rückmeldungen zu meinen Mails bekommen – ganz lieben Dank dafür! Und dass es Streicheleinheiten für meine 3 traumatischen Weihnachts-Krankheiten gab, tat mir auch gut. Und erinnerst du dich noch an meine Ring-Geschichte? Vor 2 Wochen war ich mit einer Freundin auf dem Weihnachtsmarkt in Bonn und hatte an einem Stand einen schönen Ring gefunden. Leider gab es ihn nicht mehr in meiner Farbe – ich wollte ihn nämlich gerne in Silber mit rotem Stein haben… Die Verkäuferin sagte, sie könne versuchen, ihn zu bestellen. Dann hatte ich es schon wieder fast vergessen. Montag hat sie mich tatsächlich kontaktiert – und gestern hab ich ihn abgeholt, meinen neuen – gefühlt 187. – Ring… Hach, wie schön! Jetzt kann Weihnachten nicht mehr weit sein… ??? 

 Heute möchte ich dir nochmal meine Elfchen ans Herz legen. An den kommenden Tagen hast du vielleicht ein bisschen Ruhe und kreative Muße, es selbst einmal auszuprobieren?  Nur 11 Wörter – das ist ganz einfach, ehrlich.

Im November habe ich – mitten im größten Jahrestagungsstress im Naturpark Lüneburger Heide (ich arbeite ja in Teilzeit beim Verband Deutscher Naturparke) – an der #Novemberelfen-Challenge auf Instagram teilgenommen und täglich ein Elfchen zu einem vorgegebenen Wort gepostet.

Das hat mich tatsächlich entspannt und gar nicht gestresst, und ich konnte meinen Fokus kurz auf etwas ganz anderes als Pressearbeit, Interview-Orga und Tagungs-To-dos lenken. Hier sind drei der 11 Elfchen aus dem November zu den Worten Buchstaben, Magie und Elfe:

Es ist, neben anderen kreativen Techniken, Meditation oder Entspannungsübungen, eine wunderbare Art, um runterzukommen oder überhaupt in den Schreibfluss zu finden.

Falls du es für dich ausprobierst und vielleicht eines meiner Zelfchen gewinnen möchtest, schick mir dein Elfchen hier per Mail, per Kommentar auf meinem Blog oder auf Instagram/Facebook – mit dem Hashtag #AdventskalenderElfchenChallenge.

Gerne darfst du auch anderen von der Aktion berichten – bis zum 31.12.21 sammele ich alle Elfchen, bevor ich eine:n Gewinner:in ziehe.

Ich freue mich auf deine Texte! Liebe Grüße von 
Nicole

Gruß zum 22. Dezember 2021

Du Liebe,

langsam geht er zu Ende, mein erster Adventsmail-Marathon für dich. Wie schön, dass du mich bis hierhin begleitet hast! Mal sehen, wie ich mich fühle, wenn ich am 25.12. aufwache und keine Mail mehr schreiben und versenden muss. Wird es mir fehlen? Wird es dir fehlen?

Was mir definitiv fehlen wird, sind die schönen Mails und der Austausch, der sich durch mein Experiment ergeben hat. Diese Mails waren viel schöner, als eine einzige Weihnachtskarte mit den obligatorischen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen… Ich liebe Weihnachtskarten und bekomme liebend gerne die Grüße mit persönlichen Notizen. Leider habe ich in den letzten Jahren nur sehr selten selber welche geschrieben – immer kam mir etwas dazwischen – fehlende Zeit, Fotos verloren, keine Muße dafür… Und deshalb kam mir diese Idee gerade recht.

Was nehme ich also mit aus diesem Austausch mit dir?

Dass das TikTok-Video mit der Knutschfleck-Schneebesen-Geschichte am besten ankam und insbesondere von Omas an ihre Enkel:innen weitergeleitet wurde 🙂 Ob ich wohl eine Provision für all die Zugriffe und das Teilen bekomme? Ich frag mal nach… 🙂

Dass auch die Rezepte zu den gebrannten Mandeln und dem Spekulatius-Dessert beliebt waren. Eine Freundin hat heute erst wieder danach gefragt, und eine andere braucht im nächsten Jahr „Nachhilfe“, da sie in der Pfanne eher Mandelkohle produziert hat…

Auf jeden Fall die vielen schönen Rückmeldungen, dass meine Mails täglich erwartet, gerne gelesen und sogar weitergeleitet werden. Über dieses Lob einer Mitbloggerin freute ich mich besonders – denn genau das ist es, was mich beim Schreiben antreibt – beruflich wie privat: 

Deine Mails unterscheiden sich von vielen anderen. Ich weiß noch nicht genau, wie ich es beschreiben soll – ich versuche es: Du bist einfach kreativ, mitdenkend und liest auch zwischen den Zeilen. Deine Mails sind schlicht, humorvoll, wertschätzend, zeugen von Interesse und guter Beobachtungsgabe, sind empathisch und authentisch.

Ich danke dir sehr, liebe G.!

Dass die Mail zu den Weihnachtsfilmen zu einer Einladung zum gemeinsamen Filme schauen führte – leider klappt es vor Weihnachten nicht mehr, aber im neuen Jahr freue ich mich darauf. Oder falls wir doch nicht in den Schnee dürfen…

Außerdem erreichte mich noch ein cooler Film-Tipp, den ich noch nicht kannte – und das schaue ich mir bestimmt an, klingt einfach zu witzig:

Empfehlen kann ich dir statt der klassischen Version von „Dinner for one“ die Variante mit Otto Waalkes und Ralf Schmitz. Otto als alte Dame finde ich zwar doof, aber Ralf Schmitz ist genial als Butler. Er spielt so klasse, dass auch Otto sich teils kaum halten kann vor Lachen. Und die deutschen Schauspieler, die Ralf Schmitz als Gäste von Miss Sophie mimt, sind für uns viel komischer als ihre britischen Pendants (ich meine es sind Heinz Rühmann, Heinz Erhardt, Hans Moser und Rudi Carrell – also mehr oder weniger deutsch. ;-))

Danke dir, liebe C., für diesen schönen Hinweis!

Jetzt bin ich gespannt – was ist die Mail, die dir am besten gefallen hat? Und möchtest du auch im nächsten Jahr wieder Mails bekommen?

Herzliche Grüße von
Nicole

Gruß zum 21. Dezember 2021

Liebe Freundin,

gestern und heute konnte ich ein paar meiner To-dos abhaken:

im Büro:

  • Verteiler gecheckt und Weihnachtsgrüße verschickt
  • die letzte Pressemitteilung für 2021 versendet
  • letzte Abrechnungen gemacht
  • Termine fürs neue Jahr übertragen
  • die Abwesenheitsnotiz eingestellt


privat:

  • den Weihnachtsbaum gekauft
  • ein Päckchen auf den Weg geschickt
  • kleine Geschenke verpackt
  • weitere 2 Mails an dich geschrieben und alle Mails auf meinen Blog eingestellt – auf eine nicht gelistete Seite nur für dich zum Nachlesen: https://projekttext.com/adventsmail-fuer-dich 
  • mein digitales Türchen im Adventskalender mit meinem Beitrag zur Elfchen-Challenge hat sich heute geöffnet: https://thecontentsociety.de/adventskalender-tag-21/  
  • meinen Jahresrückblick 2021 in der „Jahresrückblog-Challenge“ zu Ende geschrieben UND um 23:27 Uhr gestern veröffentlicht UND auf Social Media gepostet. Da waren schon 152 Jahresrückblicke vor mir online gegangen… Unglaublich.

Puh, das war ganz schön viel auf einmal – genug geschlafen habe ich seit Donnerstag letzte Woche jedenfalls nicht… 

Falls du wissen möchtest, was im letzten Jahr so alles passiert ist, kannst du das auf meinem Blog (https://projekttext.com/mein-jahresrueckblick-2021-ich-hatte-einen-plan-und-der-ist-aufgegangen) nachlesen. Bitte wundere dich nicht über übrig gebliebene Rechtschreib- und Grammatikfehler… Es war spät. Ich war müde. Ich werde sie noch korrigieren. Wichtig ist: Der Rückblick ist in der Welt. Er ist fertig geworden. Zum Termin. Ganz nach meinem Jahresmotto „Unperfekt? Perfekt!“. 

++ Anfang des Werbeblocks für das Schreiben – wenn es dich nicht interessiert, lies einfach weiter unten weiter ++

Falls du jetzt auch Lust bekommen hast, mit dem regelmäßigen Bloggen anzufangen oder weiterzumachen, kann ich dir die Community von Judith (https://tinyurl.com/2p8sm2tz) von Herzen empfehlen. Du musst nicht mal einen Blog haben – alles von A bis Z lernst du hier. Ich habe den Kurs gerade verlängert und freue mich sehr auf die nächsten 12 Monate voller Schreibabenteuer, Schreibtraining und Austausch. Vor allem, weil dieses fiese Virus uns ja wohl noch ein bisschen länger massiv einschränken wird – da habe ich vermutlich auch weiterhin mehr Zeit zum Schreiben, als mir als soziales Pflänzchen eigentlich lieb ist… 🙂

++ Ende des Werbeblocks ++

Heute am 21. Dezember ist mir ganz unvermittelt ein Kindheitstrauma wieder eingefallen: „Krank zu Weihnachten“ – es muss der Schlafmangel sein…

Ich hatte das Pech, als Kind um Weihnachten herum gleich 3 Mal krank gewesen zu sein, das war ganz  furchtbar!

  1. Einmal musste ich wegen Blinddarm oder Hirnhautentzündung (sicher bin ich mir nicht mehr, was von beidem es war) ins Krankenhaus – und damals durften bzw. konnten die Eltern nicht einfach so im Krankenhaus bleiben und übernachten. Außerdem war mein kleiner Bruder ja auch noch da… Noch schlimmer als das Alleinsein war jedoch, dass ich bei der Entlassung alle meine geschenkten Weihnachts-Süßigkeiten für die Schwestern im Krankenhaus lassen sollte – dabei hatte ich sie mir doch extra aufgespart für zu Hause… Das fand ich so richtig doof – und hab es nie vergessen.

  2. Im Skiurlaub in Österreich habe ich mir nach Weihnachten das Bein gebrochen. Und da ich früher überhaupt nicht gerne im Mittelpunkt stand (ja wirklich, ich wollte mich am liebsten immer mit einem Buch irgendwo verkriechen und bloß nicht auffallen), war das ebenfalls ein traumatisches Erlebnis. Denn ich musste von der Rettung mit einer Art Schlitten abgeholt und zur Gondel gefahren werden. Dort lag ich also während der Talfahrt unten auf dem Boden, während alle Mitfahrenden mitleidig auf mich herunterschauten. Das. war. schrecklich. Schmerzen hatte ich vor lauter Scham, Peinlichkeit und Aufregung erst wieder im Krankenhaus, als das zum Glück einfach gebrochene Bein gerichtet und eingegipst werden musste…

  3. Das dritte Mal wurde ich nach Weihnachten wieder im Skiurlaub krank – ich bekam die Wasserpocken. Und lag oben in der Pension in Thumersbach alleine in meinem Quarantänezimmer mit diesen fiesen, schrecklich juckenden Pusteln, die man nicht aufkratzen sollte – während alle anderen unten fröhlich Silvester feierten, Spaß hatten und das Feuerwerk anzündeten. Ab uns zu kam mal jemand hoch, um nach mir zu sehen und mir zu erzählen, was so passierte – aber das war natürlich nur second best. Und Almdudler wurde mir hochgebracht – dabei HASSE ich diese Kräuterlimo. Schon immer. Hat sich bis heute auch nicht mehr geändert…
    Diese Ferien endeten dann aber doch noch mit einem Happyend. Ich dachte ja, ich müsste bis zum Schulbeginn auch zu Hause alleine bleiben wegen der Ansteckungsgefahr. Aber meine beste Freundin aus der Grundschule war zu Hause zeitgleich krank geworden: mit Windpocken. Und so durften wir im Doppelbett ihrer Eltern gemeinsam spielen, quatschen und gesund werden. Verrückt, oder?

Was fällt dir zu besonderen Erlebnissen rund um Weihnachten ein? Schöne, schreckliche, merkwürdige, besondere? Ich freue mich auf deine Geschichte!

Bis dahin sei herzlich gegrüßt – und danke, dass du dich für meine Geschichten interessierst und hier mitliest.
Deine Nicole

Gruß zum 20. Dezember 2021

Liebe Freundin,

nachdem ich einen wahren Schreibmarathon hinter mir habe – ich habe am Wochenende meinen Jahresrückblick 2021 geschrieben (aber noch nicht veröffentlicht) – gibt es heute erst spät meine Mail für dich. Aber besser spät als nie, und jetzt, nur 4 Tage vor dem Ende meiner Mails an dich, werde ich ja nicht schwächeln!

Nun, wo uns laut Nachrichtenlage wohl bald der nächste Lockdown bevorsteht, habe ich mich gefragt, wie „schlimm“ es wohl für manche Menschen ist, zu Hause bleiben zu müssen, kaum Menschen treffen, nicht verreisen oder Freunde und Familie besuchen zu dürfen. Und wo ist man überhaupt zu Hause? Wo ist Heimat? Kann man mehrere haben? Und warum? Was braucht man, damit man sich zu Hause heimelig fühlen kann?

Im Jahr 2019 habe ich dazu folgendes auf meinem Blog geschrieben – im Rahmen meines persönlichen ABCs:

H wie Heimat – 8

Heimat bzw. „zu Hause“ ist für mich immer dort, wo meine Lieben und meine Lieblingsdinge sind – denn ich bin schon so oft umgezogen, dass ich mich nirgendwo so richtig verwurzelt fühle – und auch fast nie sowas wie Heimweh verspüre. Ich kann mich überall auf der Welt wohlfühlen und einrichten!

Heute stimmt das für mich immer noch. Ich bin nicht an einen Ort, ein Bundesland oder Land gebunden. Solange ich meine Lieben um mich habe, könnte ich vermutlich auch in der Wüste leben – wäre es mir dort nicht viel zu heiß…

Obwohl, Bayern oder Sachsen, Japan oder Indien wären für mich schon eine Herausforderung – einfach, weil ich es noch nicht kenne und es sprachlich und kulturell doch seeeehrrrr anders ist, als ich so aufgewachsen bin und sozialisiert wurde. Damals habe ich in meinem ABC nämlich auch geschrieben:

N wie Nordrhein-Westfalen / Natur – 13

Dieses Bundesland habe ich seltsamerweise als Wohnsitz noch nie verlassen – irgendwie hat es mich aus den verschiedensten Gründen nicht in andere Regionen Deutschlands verschlagen. Das hole ich aber mit vielen Reisen nach – unter anderem in die herrlichen deutschen Naturparke, für die ich seit 2017 in Teilzeit (VDN = Verband Deutscher Naturparke) arbeite. Es gibt derzeit 104 in Deutschland und ich habe bereits einige bereist. Die abwechslungsreichen Naturparke Siebengebirge und Rheinland liegen zum Glück für Wanderungen, „Waldbaden“ (ein wunderbares Wort, nicht wahr?!) und mehr direkt vor meiner Haustür.

Ich bin schon sehr oft in meinem Leben umgezogen – tatsächlich immer innerhalb der Bundeslandgrenzen. Nur mein halbes Jahr Studium in Belfast/Nordirland war da die Ausnahme:

I wie Irland-Fan – 9

Seitdem dank meiner wunderbaren Englisch-Lehrerin der Nordirland-Konflikt auf dem Lehrplan stand, bin ich Fan der „grünen Insel“ und habe mich im Grundstudium natürlich sofort um ein Erasmus-Studium an der Polytech in Belfast beworben. Von dort aus habe ich auch den Süden Irlands mit Dublin oder Cork, aber auch Glasgow und Edinburgh in Schottland sowie später Wales bereist – und liebe heute den irischen und schottischen Dialekt. Die großartige Amy McDonald höre ich deshalb fast lieber reden als singen ;). Ich habe damals auch versucht, Gälisch zu lernen, leider mit wenig nachhaltigem Erfolg. „Slainte“ (Prost, Zum Wohl) war dennoch lange mein Lieblings-Passwort. Und als ich in einem irischen Krimi kürzlich die Worte „go raibh maith agat“ las, hatte ich den Klang dieser eigentümlichen keltischen Sprache sofort wieder im Ohr – hach!

Falls du noch mehr Fakten über mich lesen magst – hier geht es zu meinem Blogbeitrag:

(https://projekttext.com/19-fakten-die-du-noch-nicht-ueber-mich-wusstest-ein-nicht-ganz-vollstaendiges-persoenliches-abc):

Was ist dein persönliches Heimat-ABC? Hast du Lust, es mit mir und meinen Freundinnen zu teilen? Ich freue mich drauf – und habe noch eine Ausstellungs-Empfehlung für dich. Im Haus der Geschichte gibt es bis September 2022 eine Wechselausstellung:

HEIMAT – Eine Suche (https://www.hdg.de/haus-der-geschichte/ausstellungen/heimat-eine-suche)
Und hier gibt es vom WDR eine erste Rezension zum Reinhören: https://www1.wdr.de/kultur/heimat-eine-suche-bonn-100.html

Ich freue mich auf deine Rückmeldung und verabschiede mich mit einem spontanen Elfchen für dich:

Zuhause.
Geborgen sein.
Mit Lieblingsmenschen leben.
Ein Ort? Ein Gefühl?
Heimat

Herzliche Grüße von
Nicole

Gruß zum 4. Advent, 19. Dezember 2021 

Liebe Freundin,

jetzt sind es nur noch 5 (!) Tage bis Heiligabend, und heute ist schon der 4. Advent. Unglaublich, wie schnell diese Tage vorbeigeeilt sind… Und ebenfalls unglaublich, dass ich täglich seit dem 1. Dezember eine Mail an dich verschickt habe… Du hast nicht alle bekommen oder gelesen? Dann kannst du sie hier auf meinem Blog (nur für dich sichtbar) alle nochmal nachlesen: https://projekttext.com/adventsmail-fuer-dich 

Heute am letzten Sonntag vor Weihnachten werde ich nochmal einiges erledigen. Aber auch Zeit mit mir und für mich verbringen – das Walken mit einer Freundin steht fest im Kalender, denn gerade wenn ich wie jetzt so viel am Schreibtisch und Laptop sitze – unter anderem, um dir täglich einen Gruß zu senden – muss ich mich auch bewegen.

Und weil du heute vielleicht auch ein bisschen Muße hast, lege ich dir dieses kurze Video (4 min) sehr ans Herz – klick mal hier: 
https://youtu.be/vAPWt-ADX94 

Screenshot: https://www.dichtungsding.de/

„Bescherung 2021“ ist ein Gedicht, dass die liebe Konstanze aka „Dichtungsding“ gedichtet und illustriert hat. Sie hat im letzten Jahr begonnen, wunderbare Corona-Gebete – eigentlich total lustige Comics) zu schreiben – jeden Tag eines -, illustriert mit ihren wunderschönen Zeichnungen Flyer und mehr, schreibt Bücher, macht Slow-Motion-Filme und BIlderbuchtheater in unserer Gemeinde, setzt sich in der Kirchenbücherei ein – und ist nicht zuletzt meine Sparringspartnerin im Lesefestival-Projekt der Stadt Bonn „Käptn Book“, das wir gemeinsam ehrenamtlich einmal im Jahr für die Gemeinde organisieren. Und das macht uns trotz der vielen Arbeit richtig viel Spaß!

Wenn dir das Video gefällt, freut Konstanze sich über eine Spende zugunsten des Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e. V.! Sie tut das aus gutem Grund:

Denn immer, wenn Du denkst, dass es Dir schlecht geht, findet sich zum Beispiel hier noch jemand, der gerne mit Dir tauschen würde. Der Förderkreis (https://www.foerderkreis-bonn.de/helfen/spenden/) hat uns so sehr unterstützt, als wir es brauchten. Auch andere Familien sollen das erleben dürfen. Corona macht es für große und kleine Menschen, die ein eingeschränktes Immunsystem haben (und zugleich Geschwister, die dann nicht in den Kindergarten dürfen beispielsweise) nicht leichter.

Ich bin dankbar, dass ich in meinem Freundeskreis so viele tolle, unterschiedliche, kreative, hilfsbereite, warmherzige, aufmerksame, mitreißende, inspirierende, ehrliche und authentische Freundinnen habe, die mein Leben, meine Gefühls- und Erfahrungswelt unglaublich bereichern. Und du bist eine davon! Ohne dich wäre mein Leben nicht so bunt, spannend, fordernd, lustig, konstruktiv, schön, abwechslungsreich und erdend. Dafür möchte ich dir heute, am 4. Advent, fast am Jahresende, einmal von Herzen DANKE sagen! 

Und ich wünsche mir, dass du mich auch im kommenden Jahr weiter begleitest, mit mir lachst, weinst, diskutierst, schweigst, mich anstupst, neues beginnst, festhältst – einfach da bist. Egal ob einmal, mehrmals oder ganz regelmäßig im Jahr – gerade so, wie es eben bei uns passt, wenn das Leben so um uns herum passiert…

Ich werde das auch sein, wenn du es dir wünscht – verlass dich drauf.

Herzliche Grüße von
deiner Nicole

 

Gruß zum 18. Dezember 2021

Liebe Freundin,

ich starte heute mal mit einem Elfchen, quasi als Inhaltsangabe – und als Hinweis, dass du bis zum 31.12.21 gerne auch mitmachen kannst bei meiner Elfchen-Challenge (Link siehe unten):

Empfehlungen
bereichern mich.
Weihnachtsfilm oder Entspannung?
Gemeinschaft teilt ganz wunderbares
Schwarmwissen.

Damit weißt du schon mal, worum es heute geht: Auf meine Frage nach euren liebsten Weihnachtsfilmen habe ich zwei Empfehlungen bekommen. Beide Filme kenne ich nicht – aber du vielleicht?

„Ist das Leben nicht schön?“ aus dem Jahr 1946 erzählt die Geschichte des engagierten Bürgers George Bailey, der in der Weihnachtsnacht wegen eines Missgeschicks seinen Lebensmut verliert und sich von einer Brücke stürzen will – bis er von einem Engel gerettet und ihm gezeigt wird, wie seine Heimatstadt aussehen würde, wenn er nie geboren worden wäre. Trotz kommerziellen Misserfolgs wurde der Film mit der Zeit zum Klassiker und wird von vielen Kritikern als einer der besten Filme aller Zeiten angesehen. Danke dir, liebe Charlotte!

„Verrückte Weihnachten“ mit Tim Allen und Jamie-Lee Curtis. Da ich Jamie-Lee Curtis mag, gucke ich den vermutlich, sobald es die Gelegenheit gibt in den Ferien… Er basiert auf dem Roman „Das Fest“ von John Grisham und kam 2004 ins Kino. Danke Susanne!

Und dann erreichte mich ein wunderschönes Foto meiner Lieblingshündin aus Hannover – mit der ausdrücklichen Erlaubnis von Jule, dass ich es hier veröffentlichen darf:

„Jule sendet dir ein Foto von sich, damit du einen Eindruck bekommst, wie sie sich auf Weihnachten vorbereitet…? Du darfst das Foto auch gerne nutzen, um deinen geneigten Leserinnen zu zeigen, wie Hund sich entspannt und wohlig einstimmt… vielleicht wäre dies ja guter Impuls, es ihr gleichzutun? Oooommmm…“ 

Dazu passend hat mir Jules Frauchen einen schönen Meditationstipp gegeben – sie meditiert schon eine ganze Weile bei „ihrem“ Boris von der Balloonapp und deshalb leite ich das mal an euch weiter – denn Balloon hat bis Februar ein für alle kostenloses Paket freigeschaltet:

„Kraft in schweren Zeiten“ bietet nicht nur einen neuen Resilienz-Kurs, sondern auch eine Reihe von Übungen, zu den Themen „Angst“, „Einsamkeit“, „Ruhe finden“, „Von Gedanken lösen“ – und viele mehr. Das Paket ist ganz ohne Code in der Bibliothek zu finden, bleibt bis Ende Februar freigeschaltet und darf gerne weitergeleitet werden.“

Auch weitere Meditationen ohne Schloss sind sofort und ohne Abo hörbar. Vielleicht magst du das auch mal ausprobieren, geht auch auf dem Desktop ohne die App herunterzuladen? https://www.balloonapp.de/bibliothek

Wie sorgst du für dich? Meditierst du regelmäßig – und wenn ja warum? Was sind deine besten Tipps für wirksame und entspannende Meditationen in dieser Zeit? Danke für das Teilen deiner Erfahrungen.

Viele Grüße von deiner
Nicole

Bis zum 31.12.21 kannst du noch mitmachen bei meiner #AdventskalenderElfchenChallenge: https://t1p.de/qyb1b

Gruß zum 17. Dezember 2021

Liebe Freundin,

hast du es schon gewusst? Gestern war bundesweiter Tag des Tannenzapfens in Deutschland, er wird seit 2020 gefeiert. Auf der Website „Kuriose Feiertage“ (https://www.kuriose-feiertage.de/tag-des-tannenzapfens/) finden sich viele Fakten über Tannenzapfen. Und gerade jetzt in der Kaminsaison ist dieser Hinweis hier vielleicht wichtig: „Kann man Tannenzapfen auch in den Ofen werfen?“Das kann man zwar machen. Unbedingt sinnvoll ist das allerdings nicht. Vor allem aus Gründen der Emissionsreduktion. Denn die holzigen Blütenstände verschiedener Nadelbäume setzen beim Verbrennen einen deutlich höheren Anteil an Schwermetallen als das herkömmliche Brennholz frei. Kurzum, besser nicht in den Ofen oder in die Feuerstelle werfen“ – sondern als Deko benutzen… Weil ich einige Freundinnen mit Kamin oder Feuerkorb habe und weiß, dass sie Zapfen sehr gerne zum Anzünden nutzen, dachte ich, ich teile diese Info einmal mit euch. Gut für unsere Umwelt ist das scheinbar nicht – naja, auch der Kamin an sich ist da sicher insgesamt weniger umweltfreundlich als die Gasheizung… Und damit hat sich auch ein DIY-Tipp erledigt, den ich eigentlich total schön fand: Es ging darum, die Kerzenreste zu schmelzen und Tannenzapfen halb darin einzutauchen – dann brennen sie noch besser als Anzünder. Aber wie mir eine Fachfrau mit Kamin sagte, ist Kerzenwachs im Kamin auch nicht wirklich zu empfehlen… Aber als Deko machen die Tannenzapfen in der Tat auch eine sehr gute Figur – vielleicht inspirieren dich ja diese Fotos hier – Rentier und Uhu bestehen komplett aus Naturmaterialien: 

  Und auch diese Idee der bunten Eichelhütchen, über die ich bei einer meiner Blogging-Kolleginnen Michaela Arlinghaus auf Facebook gestoßen bin, finde ich großartig – das sieht einfach so schön aus: 

Hier geht es zur Anleitung:https://www.brigitteborchers.de/eichelh%C3%BCtchen?fbclid=IwAR1q_UN1eFjTTwVAz76qdtaed2UzFUmfWK2jj-gxyCyFkvmKR6GjugkEfRo  

Zurück zum Zapfen und Kamin… Wie immer gilt vermutlich: Die Dosis macht das Gift. Und ich liiieeebe das Knistern des Holzes und der Tannenzapfen so, den Blick in die Flammen, die wohlige Wärme… Ab und zu ist das vielleicht auch ok, oder? Und das Beste ist: Schon bald darf ich wieder vor dem Kamin einer Freundin sitzen – und mit ihr und einer weiteren, aus der Schweiz angereisten, Freundin plauschen, vielleicht noch Oma-Kekse knuspern und Punsch trinken. Das machen wir jedes Jahr so. Ich freu mich drauf! Was machst du am liebsten vor dem Kamin? Hast du selbst einen? Wer macht bei dir das Feuer? Und würdest du jetzt noch immer Zapfen zum Anzünden nutzen? Lass es mich wissen, ja?! 

Liebe Grüße von
Nicole



Gruß zum 16. Dezember 2021

Liebe Freundin,

ich habe eine Freundin, die schaut – ja wirklich (!) – jedes Jahr schon im November nach, wann ihr Lieblings-Weihnachtsfilm „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Fernsehen gezeigt wird und postet alle Sendetermine in den 3. Programmen auf Facebook – da kann dann echt nix mehr schief gehen…

Der Film ist von 1973! Da war ich gerade 7 und wusste gar nicht, dass es diesen Film gibt – bei uns war der nicht Tradition… Aber er gehört für Millionen von Menschen zur Vorweihnachtszeit wie Lebkucken und Kerzenschein. Dieser Klassiker aus Tschechien, der sich eher grob an der Märchenvorlage orientiert, ist gerade bei uns in Deutschland unheimlich beliebt – ich schaue seit einigen Jahren tatsächlich auch immer mal wieder in die Wiederholungen – aber eher zufällig. Jetzt las ich gerade, dass es eine Neuverfilmung gibt – und zwar aus Norwegen. Karin und Korina – das geht raus an euch: Werdet ihr die neue Version auch gucken? Ich bin sehr gespannt! In Deutschland wird er ab dem 20. Dezember auf Amazon Prime verfügbar sein – und der norwegische Kinotrailer hat mir echt gut gefallen: Hier kannst du ihn ansehen:

https://www.tvspielfilm.de/news/filme/drei-haselnuesse-fuer-aschenbroedel-neuauflage-hat-starttermin-in-deutschland,10502471,ApplicationArticle.html

Eine andere Freundin guckt Silvester IMMER „Dinner for one“ – komme was da wolle – im Urlaub, mit Schnee, ohne Schnee, mit Freunden, Familie oder allein – ohne Miss Sophie und ihren 90. Geburtstag kann das neue Jahr nicht gut beginnen…  Ich mag den Film auch sehr – aber jedes Jahr??? Butler James und sein „Same Procedure as last year, Miss Sophie?“ ist einfach großartig. Das Original entstand im Jahr 1963 – ist also noch 3 Jahre älter als ich! Unglaublich, dass Filme sich so lange durch Zeit und Raum bewegen können 🙂 Während ich das hier tippe, höre ich den Dialog nebenbei – funktioniert auch ohne Bild klasse, wie ich gerade feststelle 🙂

Laut Statista-Grafik von vorgestern ist der erfolgreichste Kinofilm noch immer „Der Grinch“ – damit kann ich so gar nichts anfangen. Auch die anderen Filme auf der Liste sind eher nicht meins. Kevin ist nett, und die anderen kenne ich auch nicht. 

Aus meiner Kindheit kann ich mich eher an die schönen Weihnachtsserien im TV erinnern – zum Beispiel liebte ich „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ – Thommy Ohrner war aber auch ein Hingucker, und Horst Frank als Dieb des Lächelns so wunderbar böse… Es war 1979 die erste Weihnachtsserie im ZDF unter der Regie von Sigi Rothemund und bestand aus 13 Folgen. Gerade lese ich, dass die Szenen auf der Vulkaninsel auf Lanzarote gedreht wurden – u. a. im Mirador del Río, einem Aussichtspunkt gestaltet vom Künstler César Manrique. Dort war ich viele Jahre später mit meinem jetzigen Mann und hatte den Film da aber wieder völlig verdrängt…

Wie ist das bei dir? Hast du schöne Weihnachtsfilm-Empfehlungen für mich? Dann her damit, ich freue mich darauf, in Gedanken mit dir zu schauen – nicht nur Aschenbrödel und Dinner for one…

Liebe Grüße von
Nicole

Gruß zum 15. Dezember 2021

Liebe Freundin,

auf meine Mail von gestern zur Kuss-Anekdote habe ich schöne Rückmeldungen erhalten – dankesehr! Eine Freundin freute sich sehr über das schöne, ihr bisher unbekannte Kussgedicht, eine Mama hat das Video gleich an ihre Tochter weitergeleitet, eine Oma merkt sich den Trick für ihre Enkelinnen (wenn es soweit ist), und eine Freundin hätte sich ein Foto vom Corpus delicti gewünscht und hatte Mühe, den kleinen, an der Hand gehenden Jonas von früher mit dem großen, fast erwachsenen Kerl von heute übereinzubekommen… Vom Bobbycar zum Knutschfleck, das ist tatsächlich ein gedanklicher Sprung, oder? Ich finde es auch immer wieder faszinierend…

Heute in genau 10 Tagen ist heiliger Abend. Meine Blogger-Freundin Korina fragte gestern in ihrer Advents-Mail, was es für ein entspanntes Weihnachtsfest braucht. Für mich ist das ganz klar, in die richtige Stimmung zu kommen, ohne dass der Vorweihnachtsstress und die langen To-do-Listen mich erschlagen. Nicht immer ganz einfach, oder?!

Doch ich habe gestern eine wunderbare Gelegenheit dazu genutzt – obwohl ich sicher ziemlich viele Dinge dafür liegen gelassen habe. Aber das war mir wichtig – und tat meiner Seele gut.

Gestern hatte eine Freundin – danke liebe A. – uns selige Kaffeetanten (wir sind ca. 12 Frauen, betreiben seit ca. 3 Jahren ehrenamtlich das Café Selig in unserer Kirchengemeinde und öffnen immer freitags mit frisch Gebackenem unser Café in der Gemeinde) zu einem Plätzchentausch eingeladen. Fünf von uns konnten, und so haben wir mit Abstand Glühwein, Punsch und Sekt getrunken, geplauscht und die 6 schönen Sorten probiert. Zu fast allen Plätzchen gab es eine persönliche Geschichte, das war besonders schön!

Die perfekt aussehenden Vanille-Kipferl von A. sind tatsächlich liebevoll von Hand geformt und schmecken köstlich – ich muss aufpassen, dass mein Sohn sie nicht alle aufisst, die sind eindeutig sein Favorit…

Die Haselnussmakronen waren in der Familie von M. immer schon etwas ganz besonderes, denn ihre schwäbischen Vorfahren haben nur Gutes hinein gegeben – und da in Makronen ja bekanntlich kein streckendes Mehl hinein gehört, wurden sie auf dem Weihnachtsteller immer streng abgezählt.

Meine traditionellen Gewürzschnitten backe ich schon in 3. Generation – vor mir haben meine Oma und meine Mama sie gebacken. Sie heißen eigentlich Berliner Brot und werden im Original-Backbuch von Pfeiffer & Langen Zucker (die gibt es gar nicht mehr, oder?!) mit Schokolade bestrichen – wir aber nehmen lieber Zitronenzuckerguss. Das ist ein toller Kontrast zu Gewürzen, Mandeln und Grümmel. Dass ich ganz gesundheitsbewusst Jahr für Jahr weniger Zucker und mehr Vollkornmehl in den Teig schmuggele, merkt zum Glück keiner… Aber nicht verraten, ok?! Und dass ich kiloweise gebrannte Mandeln in der Mikrowelle produziere, hatte ich ja schon vor einigen Tagen zum besten gegeben – inklusive Rezept.

Die dunklen Schokokekskugeln von F. sehen recht unspektakulär aus, schmecken aber fantastisch nach Schokolade, denn es ist ganz viel guter Backkakao drin. Hmmm …

Die Orangen-Mandel-Ecken und Mandelplätzchen von B. sind ebenfalls köstlich, ganz typisch für Weihnachten. Denn wie heißt es so schön im Gedicht von Theodor Storm? »Von drauß‘ vom Walde komm ich her; Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!« … »Das Säcklein, das ist hier: Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern Essen fromme Kinder gern.«

Viel länger als geplant haben wir zusammen gesessen und uns eine kleine „Hummelhüfte“ angefuttert (vom Weg zur Wespentaille bin ich irgendwie völlig abgekommen – wie konnte das bloß passieren?!), bevor wir beseelt den gerade fertig geschmückten und herrlich duftenden Weihnachtsbaum in der Kirche bewunderten und nach Hause gingen.

So stimmte ich mich gestern auf das kommende Fest ein – und was machst du, um dich entspannt auf Weihnachten zu freuen? 

Dies ist tatsächlich meine 15. Mail in 15 Tagen – bisher bin ich manchmal recht spät, aber es ist jeden Tag eine Mail an dich rausgeflogen. Darauf bin ich ziemlich stolz, denn dieses Schreibexperiment mache ich zum 1. Mal. Und ich wusste gar nicht, ob mir wirklich jeden Tag etwas neues einfallen würde… Erzähle mir doch kurz: Liest du mit? Hast du etwas mitgenommen? Wünscht du dir ein bestimmtes Thema? Kennst du etwas, das ich in meiner Mail unbedingt weiterempfehlen sollte? Lass es mich kurz wissen – ich freu mich!

Herzliche Grüße von
Nicole

P.S.: Hier meine heutige Podcast-Empfehlung für euch:
Gestern habe ich von einem neuen Podcast gehört, den unsere kreative Bäcker- und Künstlerfreundin M. mit einem Kabarett-Kollegen in diesem Jahr umgesetzt hat – hört mal rein in „Schlechte Menschen“ – das ist klasse! Unter ihren sprechenden Künstlernamen „Lucy Fair“ und „Lemmy Tellja“ machen die zwei … 

Eine Serie über Menschen, die in der Historie als grausame Täter aufgetreten sind: Mörder, skrupellose Händler, menschenverachtende Befehlsempfänger, missionarische Hexenjäger…. Wunderbar! Wir können uns zurücklehnen und wohlige Gruselschauer über den Rücken laufen lassen oder uns an unserer gerechtfertigten moralischen Empörung erfreuen. Oder sollte es womöglich eine Verbindung zu uns und unserer Wirklichkeit geben….?

Hier geht’s lang: https://www.schlechte-menschen.art/  (ist aber auch auf den üblichen Hör-Kanälen zu finden)

Gruß zum 14. Dezember 2021

Liebe Freundin,

schon seit einigen Tagen möchte ich dir so gerne von einer Anekdote aus dem Hause Niemeyer/Isermann erzählen – bisher kamen mir immer andere Themen dazwischen. Heute aber passt es mir – und so stimme ich dich erstmal mit einem launigen Gedicht zum Thema ein (weil es schon so alt ist, findest du die alte Rechtschreibung vor – hat mich beim ersten Lesen auch irritiert…):

Das Kuß-Gedicht

Der Menschheit größter Hochgenuß
ist ohne Zweifel wohl der Kuß.
Er ist beliebt, er macht vergnügt,
ob man ihn gibt, ob man ihn kriegt.

Er kostet nichts, ist unverbindlich
und er vollzieht sich immer mündlich.
Hat man die Absicht, daß man küßt,
so muß man erst mit Macht und List

den Abstand zu verringern trachten
und dann mit Blicken zärtlich schmachten.
Die Blicke werden tief und tiefer,
es nähern sich die Unterkiefer.
man pflegt dann mit geschloß’nen Augen
sich aneinander festzusaugen.

Auch wie man küßt, das ist verschieden
Im Norden, Osten, Westen, Süden.
So mit Bedacht und mit Gefühl,
der eine heiß, der and’re kühl.
Der eine haucht, der and’re schmatzt,
als ob ein alter Reifen platzt.
Hingegen wiederum der Keusche
vermeidet jegliche Geräusche.
Der eine kurz, der and’re länger,
den längsten nennt man Dauerbrenner.

Ein Kuß ist, wenn zwei Lippenlappen
in Liebe aufeinanderklappen
und dabei ein Geräusch entsteht,
als wenn die Kuh durch Matsche geht.

Gerrit Engelke (1890 – 1918)

Na, kommt dir das bekannt vor? Wann hast du das letzte Mal geküsst – und wen? Den Frosch, die Kuh, einen Prinz, das Kind, die Partnerin, den Mann, den Freund, die Mama, den Opi, das Kuscheltier, deinen Hund…???

Meine Anekdote bezieht sich übrigens auf die letzte Zeile im 2. Absatz: … sich aneinander festzusaugen. 

In unserem Hause lebt gerade ein sehr verliebter junger Mensch, und da bleibt das Küssen – und saugen – natürlich nicht aus. Mit den bekannten Folgen. Na, ahnst du schon, was jetzt kommt? Genau – der berühmte, lästige, auffällige Knuuuutschfleck.

Aber: Mein Sohn (17) hat mir verraten, was ich auch soooo gerne gewusst hätte, als ich so jung war wie er: Es gibt eine ganz einfache Methode, wie man das verräterische Mal schneller wieder los wird. Unser Dialog vor einigen Wochen dazu ging wie folgt:

ich (vom Büro kommend): Hey, alles gut? Hast du schon … wie siehst du denn aus?

J: Verlegenes Grinsen… Ähm…

ich: Sieht K. auch so aus?

J: Nö, ich darf das nicht – ihre Eltern sind da nicht so entspannt wie du 🙂

ich: Na jaaaaa, du kannst K. gerne ausrichten, dass sie dich nicht unbedingt immer so zurichten muss…

J: Ja ja – aber der ist doch schon fast wieder weg! Das war noch viel schlimmer, aber es gibt einen Trick.

ich: Ach – und wie geht der?

J: Ganz einfach: Du nimmst einen Schneebesen und drehst ihn ein paar Minuten mit etwas Druck auf dem Fleck hin- und her – und schon ist er fast verschwunden.

ich: Nicht dein Ernst! Woher weiß man denn sowas?

J: auf TikTok gibt es dazu ein Video. Und keine Sorge – den Schneebesen hab ich wieder gespült und zurück gelegt…

Screenshot: TikTok/@mads.larocque

Hast du das gewusst? Ich hab sooo gelacht – und hatte den Rest des Tages gute Laune! Und wenn du mal jemanden mit Knutschfleck triffst, kannst du den Trick ja weitergeben 🙂

Hier geht’s zu allen wichtigen Infos 🙂

https://www.msn.com/de-at/lifestyle/other/in-nur-5-minuten-so-kannst-du-knutschflecken-schnell-entfernen/ar-AALPVdM

Und hier zum Video – grandios…:

Ich wünsche dir einen schönen Resttag und grüße dich herzlich!
Deine Nicole


Gruß zum 13. Dezember 2021

Liebe Freundin,

gestern habe ich mich riesig gefreut, dass das Kartenset mit meinem Zelfchen an eine Elfchen-Liebhaberin verlost wurde, die meine Elfchen schon länger verfolgt und liebt – eine sehr tolle Frau aus dem Norden, die auch zu meiner Schreibgemeinschaft The Content Society gehört. Noch mehr freue ich mich, dass sie – mit ein wenig Überredungskunst meinerseits – nun auch an meiner Elfchen-Schreib-Challenge teilnimmt! Und es kamen noch ein paar neue Elfchenschreiberinnen (ja es sind nur Frauen) dazu – momentan sind es 11 – was für eine passende Zahl für meine 11chen… 🙂

Wenn du auch mitmachen möchtest: Hier ist der Link zur Anmeldung (bis zum 31.12.21), den du gerne auch weiterleiten darfst: https://t1p.de/qyb1b

Puh, jetzt geht es schon ganz schön schnell auf das Weihnachtsfest zu, in genau 11 Tagen (da ist sie wieder, die 11-chen-Zahl) ist Heiligabend! Da gibt es noch viel zu tun: Ich arbeite bis zum 23.12., wir haben noch keinen Baum, nicht alle Geschenke, wissen noch immer nicht, ob der geplante Urlaub in Bayern tatsächlich stattfinden kann, und wenn nicht haben wir auch noch keine Pläne zu Silvester… Mein Jahresrückblick muss bis zum 20.12. fertig werden, einige Blogbeiträge bis zum Jahresende fehlen auch noch, Claras Zimmer muss ich wieder herrichten, bevor sie nach Hause kommt, ich muss mindestens noch 1 Kilo gebrannte Mandeln machen (3 hab ich schon), die traditionellen Gewürzschnitten nochmal backen (ein Blech reicht erfahrungsgemäß nicht!), einmal Lasagne für Jonas kochen… Und selbst sein Adventskalender wird nur alle 2-3 Tage weiter gefüllt – das kam auch noch nicht vor…

Ach ja – und meine selbst gewählte Aufgabe, die täglichen Mails an dich, kosten auch noch Zeit. Und längere Telefonate, Gespräche und Treffen mit lieben Menschen ebenfalls – unter anderem freue ich mich riesig auf meine Freundin, die bald aus den USA herkommt, um hier mit ihrer ganzen Familie Weihnachten zu feiern – ein Treffen mit ihr ist fest eingeplant, trotz des engen Zeitfensters bis Weihnachten…

Puh, die Luft geht mir aus bei der Aufzählung… Aber weißt du was? Ich hab beschlossen, mich nicht stressen zu lassen. Ich mache alles peu a peu (wie die Rheinländerin sagt), das, was mir am meisten gut tut, immer zuerst – und wenn etwas nicht klappt, hole ich es nach, besorge mir Hilfe, oder akzeptiere, dass eben nicht alles geht. Und damit geht es mir gut.

Da passt ein Wortspiel sehr gut, dass ich kürzlich von einem Kollegen bekam: „Tage, an denen man plant, Bananen zu essen, nennt man Bananenplantage!“

Womit mal wieder bewiesen wäre: Humor hilft!

Apropos Humor – in meiner Schreibgemeinschaft entstehen wunderbare Produkte mit viel Sprachwitz – unter anderem der Wortspiel-Kalender der lieben Judith Peters, der Erfinderin von kreativen Wortneuschöpfungen und des dynamischen Bloggens, das ich so lieben gelernt habe. Falls du also noch ein schönes Weihnachtsgeschenk suchst, kann ich dir den Kalender sehr ans Herz legen – ich hab schon einen zu Hause und freue mich auf 365 Tage geballten „Wortwitz des Tages“ in 2022. Hier kannst du ihn bestellen, solltest du das spannend finden (Herzensempfehlung ohne Gegenleistung):

https://www.sympatexter.com/kalender-2022/

Falls du auch mal dynamisch bloggen möchtest und die Content Society etwas für dich wäre, sag mir bitte vor deiner Anmeldung unbedingt Bescheid – denn über diesen Link bekäme ich eine kleine Provision – das nennt man übrigens Affiliate-Marketing (hab ich auch jetzt gelernt…). 

Was ist deine Methode gegen Stress und zu viel To-dos? Hast du überhaupt ein Geheimrezept? Lachen? 5e gerade sein lassen? Weniger schlafen? Dich klonen? Schreibe mir gerne!

Viele Grüße von
Nicole

Gruß zum 3. Advent – 12. Dezember 2021

Liebe Freundin,

heute geht es um „Werkstolz“. Das Wort habe ich von meiner Freundin Korina, und in Bezug auf meine Elfchen und unseren wunderbar kreativen und bereichernden Austausch – und unsere erste gemeinsame „kreative Kooperation“ – hat es folgenden Hintergrund. Korina schreibt dazu heute in ihrem eigenen Adventskalender-Beitrag:

Heute gibt es einen Impuls zur Kreativität. Kreativität ist aus verschiedenen Gründen wichtig: ohne sie gibt es keine Problemlösung, keine Erfindungen, keine neuen Ideen, usw. Aber sie ist nicht nur nützlich, sondern sie gibt uns auch viel. In der Bedürfnispyramide nach Maslow(https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie) ist die Kreativität im Bereich der Selbstverwirklichung angesiedelt. Kreativität fördert unser Glücksempfinden auf unterschiedliche Weise:    
Bei kreativen Aktivitäten können wir uns ganz in sie hineinvertiefen und dabei den Zustand des Flows
(https://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie) erleben.Kreativität ermöglicht Freiheit – die Essenz der Kreativität ist das Um-die-Ecke-Denken und uns unvoreingenommen dem Neuen zu nähern. Sie ist nicht möglich im starren Korsett des Alltags oder indem wir vorgegebenen Regeln und Prozessen folgen.Der Stolz und die tiefe Befriedigung, ein „Werk“ geschaffen zu haben, sind wichtige Zutaten für ein verbessertes Selbstbewusstsein und einen entspannten Geisteszustand. Dieser Werkstolz ist vielen Menschen im komplexen beruflichen Alltag nicht mehr möglich. Ein Beispiel für Kreativität sind Nicoles Elfchen und Zelfchen(https://projekttext.com/Kategorie/elfchen). Die PR-Expertin lebt darin ihre Liebe zu kreativen Worten und Visualisierungen aus. Und die besondere Neuigkeit zum heutigen Adventssonntag: Heute gibt es die zweite Verlosung! Es gibt 10 quadratische Postkarten von Nicole zu gewinnen. Exklusiv für mich und dich hat Nicole ein weihnachtliches Zelfchen gestaltet und wir haben daraus eine quadratische Postkarte drucken lassen. Zu gewinnen gibt es heute ein 10er-Set. Was du dafür tun musst, um in den Lostopf zu kommen? Ganz einfach:

? Gehe auf meine Facebook
https://www.facebook.com/korinadielschneidercoachingoder Instagram – Seite https://www.instagram.com/korinadielschneider/ . Dort gibt es einen Beitrag von mir zu diesem Zelfchen.? Like den Beitrag und hinterlasse im Kommentar,  dass du bei der Verlosung dabei sein willst.

Die Ziehung des Gewinners erfolgt dann in einem ZOOM-Treffen am heutigen Sonntagabend um 19:30 Uhr, bei dem Nicole auch anwesend sein wird. Du kannst also live dabei sein und Nicole auch Fragen stellen. Klick dich einfach um 19.30 rein – mit diesem Link https://us02web.zoom.us/j/87974575246?pwd=a1ZpSmZmQjQ1TnFzUkZiOXd0U2VmZz09#success und dem Code 093895.

Aber keine Sorge: du musst nicht live dabei sein. Ich informiere den oder die Gewinner:in per E-Mail. Der oder die Gewinner:in muss lediglich bis Mittwoch, 15.12.21 um 23.59 Uhr auf diese E-Mail antworten und den Gewinn annehmen. Falls der/die Gewinner:in sich nicht fristgerecht per Mail oder Facebook- bzw. Insta-Messenger bei mir meldet, nehme ich diesen Preis in die Verlosung am kommenden Sonntag dazu. Eine Barauszahlung ist nicht möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und nun wünsche ich dir einen erfüllt-kreativen 3. Adventssonntag

Deine Korina ??

P.S. Wenn dich das Thema Elfchen angesprochen hat, dann ist vielleicht Nicoles Adventskalender Elfchen-Challenge genau das Richtige für dich? Hier
(https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdsStZPeTUD_L28C2s4dF-m_EFcwMtLcYTk6_3xXHi3bgEpFg/viewform )gibt’s alle Infos dazu. Auf Ihrem Blog, auf Instagram und Facebook findest du viele weitere ihrer Elfchen und Zelfchen.
 
 

Du siehst: 

Tatsächlich haben Korina und ich gemeinsam eine erste Zelfchen-Karte entwickelt – sie hat das Thema vorgegeben, ich das Zelfchen dazu gemacht, es eingescannt, Korina hat eine Karte daraus drucken lassen und voila – hier ist sie:

Du kannst dir sicher vorstellen, dass ich mächtig stolz auf mein Werk war, als ich die Karte zum ersten Mal gedruckt in der Hand hielt… Wenn du wissen willst, wie sie entstanden ist, lies gerne hier auf meinem Blog weiter.

Was ist dein Garant für Kreativität? Schreiben, Malen, Basteln, Zeichnen, Töpfern, Stricken…? Und auf welches Werk bist du ganz besonders stolz?

Berichte mir gerne – ich bin gespannt!

#GemeinsamgegenkreativeFlaute 

Hab einen schönen 3. Advent,
deine Nicole

P.P.S.: Melde dich schnell noch an für Korinas Adventskalender – es lohnt sich, ihre Impulse zur Adventszeit zu verfolgen: https://dielschneider.de/adventskalender21/   


Gruß zum 11. Dezember 2021

Liebe Freundin,

heute ist Tag der Zimtsterne – und da gibt es von mir schnell ein spontanes Elfchen für dich:

Zimt
und Sterne.
Weiß, braun, süß.
Verführerisches Gebäck. Ich widerstehe…
nicht.

Morgen gibt es noch mehr zum Thema Elfchen – lass dich überraschen!

Und – magst du Zimtsterne? Oder doch lieber Dominosteine? Oder gebrannte Mandeln? Ja? Dann hab ich heute ein schönes Rezept für dich – ich mache meine Gewürzmandeln nämlich seit Jahren immer in der Mikrowelle. Das Rezept ist ursprünglich von Chefkoch – ich habe nur weitere Gewürze ergänzt. Hier ist mein gezeichnetes Rezept für sich:

Hier das Original von Chefkoch: https://www.chefkoch.de/rezepte/90871035384256/Gebrannte-Mandeln.html

Sicher geht es in der Pfanne auch – probiere es einfach mal aus. Ich kaufe mittlerweile keine mehr…

Fun Fact:
Als ich vor vielen Jahren begann, die Mandeln zu machen, kostete ein Tütchen zwischen 0,79 und 0,99 Cent – heute liegen sie bei 1,79 – 1,99 Euro… Ihr Wert steigt also kontinuierlich 🙂

Nicole

Das Rezept fand auf besonderen Wunsch von der lieben B. in diesen Adventsgruß…

Liebe Grüße von
Nicole

Gruß zum 10. Dezember 2021

Liebe Freundin,

vorgestern bin ich mit meiner Freundin über den Bonner Weihnachtsmarkt gebummelt – es war nicht besonders voll, das Wetter genau richtig, und wir haben glaube ich nicht einen einzigen Kunsthandwerker:innen-Stand ausgelassen. Denn wir waren beide noch auf der Suche nach netten kleinen Geschenken für Familie und Freunde. Außerdem treffen wir uns aus triftigem Grund seit Corona ausschließlich an der frischen Luft, und so gab es diesmal keinen kilometerlangen Spaziergang, sondern den stimmungsvollen Marktbummel – natürlich inklusive Reibekuchen, Glühwein am Friedensplatz (danke Miss ABC, es war wirklich lecker!) – und dem Besuch des Bonner Münsters, von dem ich euch ein paar Tage früher schonmal vorgeschwärmt hatte. Schön wars!

Tatsächlich habe ich vorgestern gar kein Geschenk gekauft – aber einiges entdeckt, mit dem ich mir selbst eine Freude machen könnte – und das ist doch auch schon was, oder?!

Ich liebe z. B. Ringe – das ist der einzige Schmuck, den ich wirklich fast täglich trage und von dem ich nicht genug haben kann… An einem Stand hatte ich einen schönen, nicht sehr teuren gesehen – leider hatte die Dame ihn nicht mehr in meiner Wunschfarbe, hat aber meine E-Mail-Adresse notiert und will sich bei mir melden, falls sie ihn noch einmal bestellen kann. Das fand ich sehr nett und ich bin gespannt, ob ich etwas von ihr höre…

An einem anderen Stand habe ich einen Ring wiedergesehen, der mich schon vor einigen Jahren beim Besuch den wunderschönen Weihnachtsmarktes auf Schloss Drachenfels begeistert hatte… Edelmetall matt mit Perle, viereckig und offen geformt, das Metall selbst aber abgerundet, sodass es sich ganz bequem um den Finger windet. Der sieht sooo besonders aus, dass ich ihn wieder anprobieren musste. Aaaaber – für nur mal so zwischendurch leider viiiieel doch zu teuer… Trotzdem ist es schön, davon zu träumen und zu wissen, was für wunderschöne und kreative Ringe es gibt – die eben gar nicht immer nur rund sein müssen…

So viel gäbe es über Ringe und ihre Symbolik zu berichten – hier nur soviel:

Die ältesten bekannten Ringe sind mehr als 21.000 Jahre alt; so zum Beispiel die Fingerringe aus Mammutelfenbein, die in Tschechien gefunden wurden.

Ringe waren nicht nur als Schmuck gebräuchlich, sondern stellten auch Wertobjekte dar, die als Tausch- und Zahlungsmittel dienen konnten. Dieses Ringgeld zählt zu den vormünzlichen Zahlungsmitteln und gehört in den Bereich des Schmuckgeldes (Wikipedia).

Apropos Ringgeld: Seit meinem Geburtstag in diesem Jahr nenne ich tatsächlich so etwas wie Schmuckgeld mein eigen: Ich habe nämlich von Freunden einen ganz besonderen Ring geschenkt bekommen: Gefertigt aus einem alten 5-Mark-Stück, das 1966 – meinem Geburtsjahr – geprägt wurde. Das ist für mich wirklich etwas ganz Besonderes, und so trage ich ihn gerade täglich. Erinnerst du dich noch an die tolle, große Silbermünze mit dem Adler und der großen 5 darauf? Wenn ich so eine mal als Geschenk oder Belohnung für eine gute Note oder Hilfe bekam, war ich mächtig stolz! Die Euromünzen sind natürlich praktisch und gut – aber so charakterstark wie das 5-Mark-Stück sind sie eben nicht. Der Blick auf den Ring lässt mich (als alte Geschichtsstudentin !) deshalb immer ein bisschen in meine und in die deutsche Vergangenheit zurück schweifen – was ich sehr schön finde!

 Mein Schmuckgeld/Ringgeld-Ring aus 1966… Eine richtig coole Idee!

Der Kaiserbäder-Ring von der Insel Usedom (Niessing) – ist er dir schon an mir aufgefallen?

Es gibt tatsächlich noch einen 2. Ring, den ich – quasi als Ehering-Ersatz – seit 15 Jahren fast dauernd trage: Das ist der wunderschöne Kaiserbäder-Ring von der Insel Usedom, mit dem mein Mann mich zum 40. Geburtstag überrascht hat. Im Sommer vorher waren wir mit den Kindern erstmals auf Usedom, und dort hatten wir nicht nur einen sehr schönen Urlaub, sondern ich hatte mich auch in den Ring verliebt: Aus Edelstahl gemacht hat er eine Art Welle, in der 3 bernsteinfarbene Kügelchen hin- und hergleiten können – die Welle steht für die Ostsee, die Farbe der Kügelchen für das Bernstein, das man dort noch finden kann, und die 3 Kügelchen stehen für die 3 Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf (da waren wir) und Bansin. Und weil wir beide keinen Ehering tragen, ist dieser für mich ein emotionaler „Ersatz“-Ring – ich liebe ihn. So sehr übrigens, dass ich schon die 3. Version davon trage: Nachdem ich den 1. sehr verkratzt hatte, hat mir die Firma ihn netterweise ausgetauscht – eigentlich hatten wir vereinbart, dass sie ihn nur schleifen und wieder mattieren. Doch dann war ein nagelneuer in der Post – das war toll! Und zu Weihnachten letztes Jahr hat mein Mann mir einen neuen geschenkt, denn Nr. 2 hatte ebenfalls wieder viele Kratzer abgekriegt und leider sogar eine der 3 Kugeln verloren. Und immer, wenn ich ihn mal vermisse, weil ich ihn beim Händewaschen doch mal verlegt habe, bleibt mir kurz das Herz stehen. Und dann bin ich sehr glücklich, wenn er mir doch wieder in die Hände fällt und meinen Finger schmückt…

Du siehst: Ringe und ich haben eine gemeinsame und emotionale Geschichte, die immer weiter erzählt werden möchte… Wie ist das bei dir? Trägst du Ringe? Ist einer besonders wertvoll, heilig, emotional aufgeladen? Ich freue mich auf deine Ring-Geschichte!

Sei herzlich gegrüßt von
Nicole

Gruß zum 09. Dezember 2021

Liebe Freundin,

puh, heute bin ich spät dran mit meinem Gruß – der Tag war randvoll mit Terminen… Büro, Impfen, Einkaufen, Kochen, neuen Klodeckel mit Hilfe des Sohnes montieren… – darüber hab ich heute sogar ein Zoom-Meeting mit meiner Blogging-Buddy vergessen – entschuldige bitte, du Liebe!!!

Jetzt geht’s aber gleich los mit dem heutigen Gruß: 

Schon gewusst? Heute am 9. Dezember ist in Amerika der „Tag des Feingebäcks“ oder „National Pastry Day“. Dazu fällt mir ja sofort wieder das schöne Wort Muffintop von gestern ein… Meine Freundin, mit der ich mich gestern Abend auf dem Bonner Weihnachtsmarkt traf, kannte es tatsächlich – wohl aus dem royalen Klatschspalten-Kontext, es habe mal ein „Speckgürtel-Promifoto“ mit diesem Wort in der Bildunterschrift gegeben… Ganz schön gemein!

Du fragst dich, woher ich von dem Aktionstag überhaupt weiß? Es gibt Seiten wie „Kuriose Feiertage“ oder „Der kleine Kalender„, auf denen du genau solche Aktions- und Feiertage aus der ganzen Welt finden kannst. Ich schaue immer mal dann dort nach, wenn ich nach Ideen oder Schreibanlässen suche.

Also lautet mein Thema heute Weihnachtsgebäck – genauer gesagt Spe(c)kulatius… Und schon wieder das Wort Speck… Wie uncharmant… Doch genau dazu kann ich dir heute 2 schöne (und speckige wink) Tipps geben:

Tipp 1:

Mach doch gerne mit bei meiner #AdventskalenderElfchenChallenge – das kann wirklich jede:r und es macht richtig Spaß, zu einem bestimmten Begriff oder Thema ein Elfchen mit 11 Wörtern zu schreiben – denn es muss sich nicht mal reimen… Wenn du es nicht im Internet oder auf meinem Blog veröffentlichen möchtest, kannst du es mir heimlich per Mail zusenden, dann bleibt es auch bestimmt unter uns…

Meine unverbindlichen Themenvorgaben für die erste und zweite Dezember-Woche lauten:

Woche 1:
Advent – Weihnachtsstimmung – Hektik

Woche 2:
Vorfreude – Plätzchen – Kerzenschein

Ein cooles Elfchen zu Spe(c)kulatius kam aus meiner wunderbaren Blogger-Gemeinschaft von Tierfotografin Stefanie Walden – ich finde es herrlich! 

Hier ist ihr Facebook-Post zum Elfchen:

Spe(c)kulatius – ach, ein Elfchen. Was für eine wunderbare Erfindung: 11 Wörter in 5 Zeilen. Zimt. Gewürznelken. Kardamom.Windmühlen füllen AdventszeitTellerminutenkurz – üppiges Hüftgold wochenlang. Spe(c)kulatius.Frollein Timma (ihr Hund, Anm. der Redaktion ) ist mein Anti-Spe(c)kulatiusProgramm. Jeden Tag. Wie heißt Deins? Aber … Was wäre es für eine magere Adventszeit ohne … ? ?Darauf eine Windmühle. ???Danke, liebe Nicole für Deine wunderbare Inspiration, in der Adventszeit 12 Elfchen zu schreiben.

Und wann lese ich dein Elfchen? Freiwillige vor? Ich gebe es in meinem Gruß natürlich nur wieder, wenn du ausdrücklich die Erlaubnis dazu gibst. Hier ist das Formular zum Anmelden versteckt: https://t1p.de/qyb1b

Tipp 2:

Am Montag war ich ja auf einem schönen Geburtstags-Nikolaus-Frühstück, das Buffet war prall gefüllt wie für einen Brunch. Sehr lecker war das Spekulatius-Beeren-Tiramisu – dazu findest du viele Rezepte im Internet. Das der Freundin ging wie folgt:

  1. Spekulatius zerkrümeln und mit kaltem Espresso beträufeln.
  2. Aufgetaute und abgetropfte Beerenmischung darüber geben – ggf. durch ein Sieb passieren, wenn man keine Schalen mag.
  3. Darüber eine Masse aus Quark, Mascarpone und geschlagener Sahne mit etwas Zucker und Vanillezucker verstreichen. Ich persönlich nehme meist nur den 10%igen türkischen Joghurt und Zucker nach Geschmack – da muss ich nix mehr mischen.
  4. Darüber Backkakao sieben, ggf. mit etwas Zimt oder Lebkuchengewürz vermischt.
  5. Mindestens 2-3 Stunden ziehen lassen und genießen!
  6. Ich fülle gerne kleine Dessert-Gläschen statt einer großen Schüssel – das sieht hübscher aus und muss nicht portioniert werden.

Lass mich wissen, wenn du es mal ausprobierst – oder ein noch besseres Rezept mit Spe(c)kulatius hast…

Habt alle herzlichen Dank für eure Mails und Rückmeldungen – viele von euch lassen mich wissen, dass sie die Texte gerne lesen, unterhaltsam finden und dass die Inhalte sie zu eigenen Gedankenspielen anregt. Das freut mich sehr! Ich antworte auf jede Nachricht – und manches wird sicher auch nochmal aufgenommen in meinen Grüßen. Gerne erhalte ich mehr Reaktionen von euch, wo es für euch passt! Und natürlich auch über das stille Mitlesen.

Bis dahin liebe Grüße von
Nicole

Gruß zum 08. Dezember 2021

Liebe Freundin,

gestern morgen las ich auf Seite 1 meiner Tageszeitung einen lustigen Artikel mit der Überschrift „Fruganes Leben in der Limettenkoalition“. Hier wurden 20 Wort-Neuschöpfungen verwendet, die es bis vor kurzem noch gar nicht gab und die das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim jetzt in sein Online-Wörterbuch der Neologismen (https://www.owid.de/docs/neo/start.jsp) aufgenommen hat.

Ein Neologismus ist mehr als nur ein neues Wort. Täglich entstehen in unserer Sprachgemeinschaft neue Wörter. Allerdings erleben die wenigsten von ihnen – ähnlich wie Eintagsfliegen – den nächsten Tag. Solche Okkasionalismen – Wörter, die bei einer bestimmten Gelegenheit entstehen, werden erst dann zu Neologismen, wenn sie von mehreren Sprecher:innen akzeptiert und weiterbenutzt werden, sich so dauerhaft in unserer Sprachgemeinschaft etablieren und Einzug in ein Wörterbuch halten.

Sprache ist dynamisch und immer im Wandel – das ist seit Jahrtausenden so. In den letzten Jahrzehnten haben erst die Anglizismen immer mehr Einzug in die deutsche Sprache gehalten, im Anschluss war die Gender-Sprache sehr prägend für den Sprachwandel, und mit Beginn der Corona-Pandemie hat sich ein weiterer, völlig neuer Sprachschatz entwickelt – laut Neologismus-Wörterbuch verdanken wir ihr schon über 2.000 neue Wörter.

Doch zurück zum Artikel – herzlich lachen musste ich – weil mir gleich so viel Blödsinn dazu einfiel – über so lustige Wörter wie z. B.:

  1. Onepiece – der Strampelanzug für Erwachsene, wer braucht sowas?
  2. Herrendutt – hast du da auch gleich Kino im Kopf und eine Omi mit Sixpack vor Augen?
  3. Mealprepper – früher hieß das im Hauswirtschaftsunterricht „vorausschauendes Vorbereiten“ der Mahlzeiten, oder?
  4. Limettenkoalition – was für ein schönes, Cocktailgenuss vortäuschendes Wort für ein politisches Paar aus FDP und Grünen, das es sicher in dieser Welt nie geben wird?
  5. freegan – eine Ernährung ohne tierische Produkte auf Basis von kostenlosen Lebensmittel(reste)n – das finde ich gar nicht schlecht!
  6. Muffintop – Josephine Baker mit Bananenrock ist out, Gebäck am Busen in? Nee, nicht ganz, ich hab gerade nachgeguckt, denn das Wort kannte ich tatsächlich noch nicht: Muffintop heißt Hüftspeck und hat nix mit Kleidung zu tun. Jedenfalls nicht direkt. Es kommt aus Australien und beschreibt „a person’s body fat that extends horizontally over the edges of the waistline of tightly fitting pants or skirts, visible when there is a gap between the upper and lower garment“.  Ja ja, so ist das. Hast du das gewusst? Und welchen Begriff findest du passender?

Andere aufgenommene Neuschöpfungen betreffen unsere Mobilität:

  1. Radschnellweg – seine Verbreitung wünsche ich mir nicht nur als Wort, sondern gerne ganz bald auch in echt überall, wo jetzt noch mehrere Spuren nur für Autos vorgesehen oder vorhanden sind.
  2. Mikromobilität – ist das ein Radweg unter dem Mikroskop? Ein sehr kurzer Bürgersteig? Was fällt dir dazu ein? 😉
  3. Rettungsgassensünder – dazu fällt mir als nächstes der „Mittelspurdepp“ ein, den möchte ich auch aufgenommen haben!
  4. Gafferwände – die sollten in unserer Gesellschaft tatsächlich überflüssig sein, oder?!

Ach ja, da fällt mir noch ein: Das Vize-Wort des Jahres 2021 lautet SolidAHRität – dieses Wort beschreibt so treffend die Solidarität, die nach der furchtbaren Flutkatastrophe in diesem Sommer durch so viele engagierte Menschen gelebt wurde und bis heute lebt.

Dazu passt auch das Foto aus Bad Münstereifel des Bonner Fotografen Benjamin Westhoff, das gestern ebenfalls auf Seite 1 erschien. Es wurde mit dem 1. Platz beim Wettbewerb Pressefoto NRW 2021 ausgezeichnet. Der Titel spricht Bände, wie das Bild selbst: Er – schöpft. Für mich sind die besten und emotionalsten Bilder (und Worte) die, die betroffen machen. Zum Nachdenken anregen. Dokumentieren, was nicht sein sollte. 

Was sind für dich be-merkenswerte, merk-würdige, besondere oder lustige Neologismen? Schreib mir gerne!

Liebe Grüße von
Nicole

Gruß zum 07. Dezember 2021

Liebe Freundin,

nach Nikolaus haben wir nun bis zum 3. Advent – ja wirklich, am kommenden Sonntag zünden wir schon die 3. Kerze an! – ein paar Tage Zeit, um dem Advent nachzuspüren und die kommenden Weihnachtstage zu planen. Zumindest ein bisschen…

Dabei sollte aber nicht nur der Kommerz im Fokus stehen – dazu ist mir gleich ein passendes Elfchen eingefallen:

Weihnachten
kommt nicht
aus dem Kaufhaus,
sondern von Herzen. Genieße …
Vorfreude!

Du weißt ja vielleicht, dass ich Elfchen liebe, seitdem ich Anfang 2021 wieder zu bloggen begonnen habe und darüber gestolpert bin? Es ist wirklich soooo einfach, eines zu schreiben, dass ich mich freue, wenn du mir bis zum 31.12.21 eines sendest. Und wenn du magst, nehme ich dich dann mit in meinen Zelfchen-Verlosungstopf – alles Weitere steht in meinem PDF, das du hier herunterladen kannst – oder du meldest dich hier ganz offiziell an – dann ist es sogar DSGVO-konform: https://t1p.de/qyb1b. Falls du auf Insta oder Facebook bist, kannst du deine Elfchen dort auch mit dem Hashtag #AdventskalenderElfchenChallenge veröffentlichen – und andere finden.

Wie ist dein Advent bisher verlaufen? Nach der ersten Woche ist es Zeit, mal zurückzuschauen, oder?

Mein Advent ist geprägt von immer wechselnden Gefühlen: Letzte Woche war ich wütend und frustriert ob der vielen Einschränkungen des Alltags, die wir wieder über uns ergehen lassen müssen:

  1. Weil wieder einmal eine Minderheit die geimpfte Mehrheit durch ihr egoistisches Verhalten in „Sippenhaft“ nimmt – und hier meine ich nicht die, die ggf. gute oder notwendige Gründe haben, sich nicht impfen zu lassen. Sondern die Egoisten, die zwar in einer Gemeinschaft leben und an ihr teilhaben möchten, sich aber als „Opfer“ diskriminiert fühlen und nur ihre eigene „Freiheit“, aber nicht das verantwortungsvolle Gemeinwohl im Blick haben.
  2. Weil das öffentliche Leben wegen hoher Inzidenzen teilweise schon wieder einmal runtergefahren wird, obwohl diese Zahlen allein doch gar nichts mehr aussagen. Sondern allein die Zahl derer, die noch immer lebensbedrohlich krank werden, auf die Intensivstationen kommen und das Gesundheitssystem an den Rand des Mach- und Ertragbaren bringen. 
  3. Weil es gerade wieder Probleme mit dem Verteilen und Bestellen von akzeptierten Impfstoffen gibt, die nach 18 Monaten Pandemie doch nun wirklich Geschichte sein müssten.
  4. Weil die täglichen Nachrichten meinen Blutdruck in die Höhe treiben und meine Laune in den Keller sinken lässt.
  5. Weil gerade heute verkündet wurde, dass wir unseren Besuch des Auftaktspringens in Oberstdorf am 29.12., für das wir Karten haben und das unter 2G+ mit nur 25 % der Besucher:innern an der frischen Luft stattfinden sollte, für Besucher:innen gestrichen wurde! Bayern verfügt, dass alle Sportveranstaltungen ohne Zuschauer:innen stattfinden müssen. Warum? 2G+ ist der größtmögliche Schutz, den wir anwenden können, und solange in NRW noch immer 15.000 Fußballfans in die Stadien dürfen – ebenfalls an der frischen Luft und mit Abstand – kann ich das so gar nicht nachvollziehen. Ich bin frustriert, traurig und fassungslos. Vor 10 Monaten, als wir den Urlaub gebucht hatten – der einzige für dieses Jahr, der geplant war – dachten wir, dass das Impfen bis dahin helfen würde, ein „normales“ Leben zu führen. Tut es ja auch – und dennoch werden ALLE Erkrankten gezählt, als gäbe es die Geimpften ohne schwere Verläufe gar nicht…

Zu all dem habe ich gestern ein kreatives „Wort des Tages“ entwickelt:

Impfpflicht + Flucht = Impfflucht

Du siehst schon – ich bin mittlerweile für eine Impfpflicht, denn ich kann es wirklich schwer ertragen, dass so viele politische Entscheidungen absolut aktionistisch sind, nur weil die für mich einzig richtige und ehrliche nicht getroffen wird… Mal schauen, wie es unter Lauterbach als Gesundheitsminister werden wird, da bin ich wirklich gespannt. Und ziemlich überrascht, dass die Ampelkoalition den Mut zu dieser Personalie hat.

Denn das Virus wird nicht mehr verschwinden, es wird bei uns bleiben und wir müssen damit leben lernen – da können wir doch nicht dauernd alles wieder runterfahren?

Puh… Ein weites Feld, wie Fontane nun sagen würde… Aber das Herunterschreiben hilft mir tatsächlich auch – und falls du bis hierher gelesen hast: DANKE!

Wie gut, dass das Schreiben meiner Adventsgrüße, die vielen schönen Rückmeldungen darauf, die intensiveren Kontake und Themen, die sich dadurch ergeben, mich dagegen wieder aufbauen – und das täglich. Auch mein kleiner Spaziergang im 7Gebirge gestern mit einer Freundin auf dem „Glühwein-Wanderweg“ und der schöne Sonnenuntergangshimmel waren Balsam.

Oder das schöne Nikolaus-Geburtstagsfrühstück gestern bei einer Freundin mit leckerer, selbst gemachter Gemüse-Quiche und Spekulatius-Beeren-Tiramisu. So bleibt meine Seele in Balance und ich kann auch die vielen schönen Dinge wahrnehmen, die zum Glück ja auch passieren…

Wie ist es mit dir? Was tust du, um in Balance zu bleiben? Wie blickst du auf deine erste Adventswoche zurück? Ich freue mich auf deine Meinung und Anregungen.

Sei herzlich gegrüßt von deiner
Nicole

Gruß zum Nikolaus – 06. Dezember 2021

Hohoho, du Liebe!

Hast du deine Stiefel heute blitzblank geputzt und vor die Tür gestellt? Und war der Nikolaus schon da und hat Mandarinen, Nüsse und eine Schokoversion seiner selbst dagelassen? Oder kommt bzw. kam der Nikolaus sogar in echt bei dir vorbei?

Im letzten Jahr hatte ich seit langem mal wieder eine persönliche Begegnung mit einem echten Nikolaus… Weil alle Weihnachtsmärkte ausfallen mussten – du weißt schon, das große C wütete auch vor einem Jahr schon – hatten wir uns zu dritt zu einem klitzekleinen privaten Weihnachtsmarkttreffen im Garten einer Freundin verabredet. Die hatte dafür eigens einen Feuerkorb angeschafft – so toll! So standen wir also mit viel Abstand, unserem Punsch und selbst gebackenen Plätzchen rund um den Feuerkorb, als plötzlich der Nikolaus auf den Balkon über uns trat, uns zuwinkte, dann herunterkam und jeder von uns ein kleines Päckchen mit Süßem überreichte. Zum Glück las er nichts aus seinem goldenen Buch vor…

Es war tatsächlich ein erhabener, besonderer Moment für mich. Obwohl ich nicht an den Nikolaus glaube. Obwohl ich erwachsen bin. Obwohl ich wusste, dass er irgendwann kommen würde am Abend. Denn es hat mich gedanklich in die Kindheit zurück katapultiert – als es immer absolut aufregend und auch ein bisschen furchteinflößend war, wenn er kam – der große Mann mit dem wallenden, weißen Bart, dem prächtigen, roten Mantel und dem allwissend Buch… Ja und auch Knecht Ruprecht war damals noch dabei, bei uns am Niederrhein… Aber zum Glück gab es doch immer ein Präsent aus dem riesigen Jutesack für jedes Kind, und nicht nur die Rute, selbst wenn der Nikolaus auch „Böses“ zu berichten hatte… Ich habe nie rausgefunden, wer bei uns den Nikolaus gespielt hat – es war wohl ein Nachbar eines Freundes, den wir Kinder nicht so gut kannten…

Im letzten Jahr dagegen wussten wir genau, wer der Nikolaus war – der Mann meiner Freundin! Er ist nur aus einem Zufall heraus zum Nikolaus geworden: Eigentlich wollte er für ein PR-Fotoshooting nur ein Kostüm ausleihen und geriet so in Kontakt mit einer „Agentur“, die Nikoläuse vermittelt – denn noch heute ist er beliebt bei Familien und wird eben dann angemietet… Jedenfalls war er von der Idee, zu überraschen, Geschenke zu verteilen und in leuchtende Kinderaugen zu schauen, so angetan, dass er eine „Ausbildung“ zum Nikolaus machte, sich ein richtig tolles Kostüm kaufte und diesen kleinen „Nebenjob“ begann, der ihm eine Saison lang gut gefiel… Und dann kam Corona. So kamen wir in den schönen Genuss, ihn ganz für uns zu haben im letzten Jahr – und der Nikolaus hat zumindest in 3 leuchtende Erwachsenen-Augenpaare geschaut, als er uns mit seinem Besuch überraschte…

Hattest du auch den Nikolaus zu Besuch als Kind? Und wie hast du dich dabei gefühlt? Und wie lange hast du an den Nikolaus geglaubt? Und kennst du die Legende vom Nikolaus?

Nikolaus lebte vor etwa 1.700 Jahren. Er war Bischof von Myra, einer Stadt an der Mittelmeerküste der heutigen Türkei. In vielen Ländern der Welt verehren die Menschen den heiligen Nikolaus, weil er ein großes Herz für arme Menschen und Kinder hatte. Eine Geschichte wurde besonders berühmt: Ein Vater lebte alleine mit seinen drei Töchtern, die Mutter war gestorben. Die Familie war sehr arm und verzweifelt. Als Nikolaus davon erfuhr, wollte er dem Vater helfen und legte der Familie eines Nachts Gold auf die Fensterbank. In vielen Ländern gibt es ganz unterschiedliche Bräuche zum Nikolaustag. ZDF logo (Quelle) stellt hier einige davon vor.

ZDF logo

Ach ja – vielleicht hast du ja auch Lust, an meiner Adventskalender-Elfchen-Challenge teilzunehmen und meine Fragen in Form von Elfchen rund um Nikolaus, Advent, Weihnachten und Neujahr zu beantworten? Falls ja, schau dir einfach das beigefügte PDF an – da steht, wie es geht.  Und bitte gib mir ein Zeichen, wenn du keine Advents-Mails mehr von mir bekommen möchtest – dann lösche ich deine Adresse wieder. 

Liebe Grüße von
Nicole


Gruß zum 2. Advent – 05. Dezember 2021

Guten Tag zum 2. Advent!

Na, wie bist du in diesen Sonntagmorgen gestartet? Bist du schon dabei, zu schmücken, zu backen, Geschenke zu verpacken und das Weihnachtsmenü zu planen? Oder lässt du es noch ein bisschen ruhig und besinnlich angehen und gewinnst damit wertvolle Zeit für dich – Momente zum Durchschauen, Fokussieren, Neues tun…?

Ich sitze gerade noch in der Küche, die 2. Kerze leuchtet heute mit der 1. auf dem Adventskranz um die Wette, ich lese Zeitung und schreibe diese Mail. Für heute hatte ich noch keinen Plan, deshalb teile ich heute meine Gedanken zu „Gewinne“ mit dir.

Angeregt dazu wurde ich (wieder einmal) durch Korina, die heute Abend um 19.30h eines ihrer Rauhnächte-Seminare verlosen wird. Und weil ich selbiges gestern schon empfohlen hatte, sollst du gerne auch die Chance bekommen, eines zu gewinnen. So geht’s:

Vom 21.12.21 bis 6.1.22 findet das Online-Seminar Gemeinsam durch eine besondere Zeit statt. Heute verlosen Korina und ihre Kollegin Anja das Online-Paket im Wert von 149 EUR. Wenn du in den Lostopf möchtest, gehe auf Korinas  Facebook oder Instagram – Seite zum Rauhnächte-Beitrag, like den Beitrag und hinterlasse im Kommentar,  dass du bei der Verlosung dabei sein willst. Ich drücke dir die Daumen!

Apropos Gewinne Was ist ein Gewinn für dich überhaupt? Ist er rein materiell, wie eine Million im Lotto, ein Auto, eine Reise? Oder zählen auch die immateriellen Dinge für dich? Eine neue gute Freundin gewinnen, oder eine wertvolle Erkenntnis, oder Selbstbewusstsein, oder ein bereicherndes Ehrenamt, oder herrliche Lach- und Glücksmomente?

Ich hab schon öfter mal etwas gewonnen und freue mich immer riesig, wenn es klappt:

Zum 1. Mal als Grundschülerin bei Schulmalwettbewerben: einmal einen Chemiebaukasten (wie langweilig!). Einmal einen Ausflug zu den Karl May-Festspielen in Elspe, damals noch mit Pierre Brice als Winnetou. Das war toll! Mehrere Bücher – Krimis und Kochbücher – waren auch dabei, oder ein Kaffeebecher, oder ein schöner Ginkgoblatt-Druck…

Die schönsten Gewinne aber sind für mich die immateriellen, zum Beispiel die schönen und ausführlichen Rückmeldungen auf meine Mails, auf die ich alle noch antworte und eingehe, gebt mir ein bisschen Zeit. Gestern Abend hatte ich ebenfalls einen „Gewinn“ – auch entstanden aus meinen Adventsgrüßen:

Meine Freundin ist gerade mit ihren Kindern alleine, da ihr Mann als Musiker mit einer Band auf einem Kreuzfahrtschiff rund um Afrika schippert – leider wegen Omikron fast ohne Landgänge und in berechtigter Sorge, ob das neue Virus schon an Bord kam mit neuen Passagieren oder Crewmitgliedern… Wir drücken jedenfalls alle fest die Daumen, dass er wie geplant vor Weihnachten gesund wiederkommt. Als Musiker kann er auf dem Schiff seit langem mal wieder vor Publikum auftreten, dafür ist er dankbar. Aber natürlich hätte er gerne auch mehr vom afrikanischen Kontinent gesehen als nur die Küste…

Zurück zu gestern Abend: Wir hatten uns also zum Essen und Kaminplausch bei ihr verabredet und saßen zu fünft am Abendbrottisch. Dabei erzählte sie u. a., dass sie den Kindern meine Mails beim Frühstück vorlese. Darüber habe ich mich total gefreut, denn es war für mich unerwartet und schön zu hören, dass auch ihre Kinder daran interessiert sind… Wir sprachen weiter über dies und das aus den Mails – und dann über den Mirabelle-Dialog – du erinnerst dich?

Was dann daraus entstand, war unser Gewinn des Abends und hat wohl mit dem Thema „Sender- und Empfänger-Kanal“ zu tun: Meine Freundin fragte mich nämlich: „Sag mal, auf welches Tier wollte Jonas denn hinaus?“ Und ich so: „Na auf die Libelle natürlich, ist doch logisch.“ Da haben wir 2 erstmal Tränen gelacht, denn sie hatte diese Brücke tatsächlich nicht geschlagen…

Dann würde es noch skurriler: 2 ihrer Kinder hatten den Witz auch nicht verstanden – nur eine Tochter war wie ich genau im Bilde. Und auch mein Mann hatte eher nach einem Tier mit M… gesucht, wie sich heute morgen herausstellte.

Ich war echt amüsiert-fassungslos – für mich war das gleich so klar, während andere da auf ganz anderen Kanälen unterwegs sind. Vermutlich sind so schon Freundschaften beendet und Kriege begonnen worden, weil man einfach nicht auf der selben Frequenz sendet… Verrückt.

Jetzt interessiert mich natürlich, ob du ebenfalls gleich die Libelle im Kopf hattest oder auch bis heute gerätselt hast, welches Tier mein Sohn im Sinn hatte?

In diesem Sinne: Hab einen schönen 2. Advent – und prüfe ab und zu mal, ob du auf dem selben Kanal sendest wie dein Gegenüber…

Liebe Grüße von
Nicole

P.S.: Sind dir die fett markierten Wörter aufgefallen? Ich musste 2 davon zur Sicherheit im Duden nachschlagen… Denn es gibt verschiedene Regeln für Tageszeiten:

  • Gestern Abend: Die Bezeichnungen von Tageszeiten nach Adverbien wie gesternheutemorgen werden als Substantive angesehen und großgeschrieben.
  • Sonntagmorgen – ist laut Duden ein Wort.
  • Guten/guten Tag (sagen) – immer zwei Wörter – man kann es im Satz aber groß oder klein schreiben.


Gruß zum 04. Dezember 2021

Liebe Elfchen-Liebhaberin, 

da du gerne weitere Newsletter von mir lesen möchtest, nehme ich dich ab heute mit in meinen täglichen Adventsgruß auf, den ich erstmals in diesem Jahr so umsetze. Wenn du genug davon hast, antworte mir einfach kurz, dann streiche ich deine Adresse wieder, ok? 

Hier ist mein heutiger Gruß für dich:
 
„Werd ich zum Augenblicke sagen: / Verweile doch! du bist so schön!“
Goethe, Faust, 1699

Vorgestern bekam ich in einem anderen Adventskalender einen schönen Schreibimpuls – ich sollte an schöne Augenblicke denken und dazu etwas schreiben…

Was sind Augenblicke denn eigentlich? Das sind für mich intensive Momente, die sich spontan ergeben und die mir genau deshalb Kraft geben – und mit denen es mir wohlig warm wird ums Herz. Vor allem, wenn es mir vielleicht gerade nicht so gut geht oder ich mich wieder über diese ganze frustrierende Corona-Situation ärgere…

Um solche schönen Augenblicke zu sammeln und festzuhalten, schreibe ich seit einem Jahr Monatsrückblicke, Jahresrückblicke – und sogar Tagesrückblicke, immer am 12. Tag eines Monats (#12von12). Die kann ich dann immer auf meinem Blog oder auf Instagram nachlesen – das ist wunderbar. Natürlich mache ich auch Fotos davon, denn ich bin ein sehr visueller Mensch. 

Damit solche Augenblicke dich finden, musst du offen für sie sein, auch mal spontan handeln, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein – und ein bisschen Glück haben. Einen ganzen Tag randvoll mit solchen ungeplanten, spontanen und schönen Augenblicken hatte ich z. B. Anfang November mit einer Freundin:

Eigentlich wollte ich alleine zu „Bonn leuchtet“ mit Streetfood-Festival fahren samstags, denn mein Mann hatte wieder einmal mehr Lust auf Fußball (seine Lieblingsfarbenwelt ist eben schwarz-weiß-blau und sehr eng mit Arminia Bielefeld verbunden ?) – und ich hatte so gar keine Lust, weiter rumzufragen, wer sonst noch Zeit hätte.

Just in diesem Augenblick schrieb mich eine Freundin an, ob ich Zeit für den Weihnachtsmarkt in Bad Godesberg habe – der ging nämlich schon am 2.11. los… Eigentlich wollten wir uns noch vorher wiedersehen – das hatte schonmal nicht geklappt.

Also sagte ich spontan zu, schlug ihr aber vor, zu Bonn leuchtet in die Stadt zu fahren.

Sie fand die Idee auch toll und ergänzte ihrerseits, dass wir dann vorher auch noch zum Dress up-Edelflohmarkt gehen könnten – dort gibt es einmal im Jahr tolle Designermode zugunsten des Bonner Frauenhauses zu kaufen. Ich hab dort zwar noch nie etwas gefunden, wollte aber gerne mitgehen.

Auf dem Weg in die Stadt fiel mir noch ein, dass wir auch noch ins kürzlich wiedereröffnete und herrlich sanierte Bonner Münster gehen könnten, wo gerade eine tolle Ausstellung mit moderner Kunst läuft. Denn nach dem Flohmarkt um 16h war es noch nicht dunkel genug für Bonn leuchtet.

Gesagt, getan, wir sind also zu zweit losgeradelt.

Und so ist aus vielen spontanen Ideen ein ganz wunderbarer Tag mit ganz vielen schönen Augenblicken geworden – aneinandergereiht wie die fein schimmernden, wertvollen Perlen einer Kette:

Ich habe beim Flohmarkt völlig ungeplant einen richtig schönen Marken-Wintermantel gefunden – passende Größe, passende Farbe, passender Preis – und dann noch für den guten Zweck. Meine Freundin fand – eigentlich schon beim Rausgehen ohne zu suchen – exakt die gleichen Lieblingsstiefel, die sie schon anhatte, in einer anderen schönen Farbe – unglaublich, oder?

Anschließend waren wir von der Kunstausstellung und dem sanierten Münster begeistert – was für tolle Gegensätze von moderner Kunst im Kirchenraum, was für tolle Exponate u. a. von Tony Cragg und Gerhard Richter… Da kann man ruhig mehrfach hingehen, noch bis Ende Januar.

Auf der Suche nach etwas Leckerem zu essen auf dem Streetfood-Markt haben wir den perfekten Platz gefunden: Am Stand von Himalayak saßen wir auf Barhockern an einem Tisch mit Abstand zu allen anderen Menschen, die sich dort tummelten, bekamen auf echtem Geschirr mit echtem Besteck das tibetanische Essen serviert, das fantastisch war, und der Blick direkt auf das Bonner Rathaus beim langsamen Dunkelwerden war ebenfalls herrlich! 

Zum Schluss unseres Ausflugs sind wir durch das bunt leuchtende Bonn spaziert, haben im ehemaligen Kino, das schon lange eine Buchhandlung mit Café ist, einen wärmenden Kaffee getrunken und sind dann sehr beseelt nach Hause geradelt.

Meine schönen Fotos von diesem Ausflug kannst du dir, wenn du magst, auf Instagram anschauen:
Ausstellung: https://www.instagram.com/p/CV98FZZDn0S/  und  https://www.instagram.com/p/CWEkztNDV6Z/ 

Bonn leuchtet: https://www.instagram.com/p/CV_fuHkjR4r/ 

Gerne schicke ich dir welche, wenn du Insta oder FB nicht hast.

Wann war dein letzter schöner Augenblick, und wie sammelst du ihn, wie hältst du ihn für dich fest? Mit Fotos? Beim Schreiben? Nur in der Erinnerung? Verrate es mir doch bitte!

Übrigens habe ich noch einen schönen Tipp für dich, wenn du besonders schöne Augenblicke erleben möchtest – eigentlich hab ich sogar 2 Empfehlungen:

Meine Blogging-Buddy und Freundin Korina bietet dir mit ihrem Adventskalender ganz wunderbare Impulse für deinen täglichen Ich-Moment – abonniere den Kalender also ruhig kostenlos, wenn dich das anspricht, es geht jederzeit: https://dielschneider.de/adventskalender21/  

Am 21. Dezember startet Korina ihr kostenpflichtiges Online-Seminar und begleitet dich, wenn du magst, durch die Magie der 12 dunkelsten Nächte des Jahres, die Rauhnächte – mit Impulsen, Ideen und dem Austausch in der Gruppe. Hier kannst du mehr erfahren: https://dielschneider.de/rauhnaechte/  

Jetzt bin ich gespannt: Kannst du mit meinen Augenblicken, Momenten und Hinweisen etwas anfangen? 

Herzlichst, deine
Nicole

Gruß zum 03. Dezember 2021

Liebe Freundin,

gestern bekam ich einige schöne Rückmeldungen auf meine „Lachen ist gesund“-Mail – danke dafür!

Eine Freundin schrieb, dass sie die Situationskomik mag und meinen lebendigen Schreibstil – dass sie aber eher still mitlesen und nicht viel Rückmeldung geben würde.

Natürlich darf jede von euch still mitlesen – solange ich keine „Abmeldung“ bekomme, zeigt es mir ja, dass meine Mails ankommen, und das zählt für mich. Wir sind hier ja nicht in den sozialen Medien, wo es einen Algorithmus zu beeinflussen gilt. Das hier mache ich nur für euch – und für mich…

Eine andere Freundin antwortete, dass lautes Lachen bei ihr leider gerade nicht geht, da der Bauch durch einen Eingriff dabei echt weh tue. Oje, dass tut mir sehr leid, du Liebe – in dem speziellen Fall ist Lachen wohl doch eher ungesund?! Aber sie wünscht sich weitere schöne und aufmunternde Beiträge. Wie schön – ich bedanke mich!

„Mein Favorit sind die Haemorriden.“- schrieb eine 3. Freundin. Ja, das kann ich nachvollziehen! Uppsala – da fällt mir gerade auf, dass ich die tatsächlich gestern falsch geschrieben habe… Und das mir… Richtig schreibt man „das Sternbild“ nämlich so: Hämorrhoiden – also mit ä und h.

Ok – sollte mir als Wortakrobatin ja eigentlich nicht passieren, oder? Aber weißt du was? Fehler passieren den Besten aus den unterschiedlichsten Gründen.

Und da mein Jahresmotto für dieses Jahr „Unperfekt? Perfekt!“ lautete, finde ich das gar nicht tragisch. Fehler sind nämlich nötig für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung – das habe ich in diesem für mich intensiven Schreibjahr und in der Pandemie gelernt. Nur wer nichts wagt, macht keine Fehler!

Genauso wenig schlimm ist es, dass der Adventskalender einer Freundin gestern mit dem 2. auch gleich das 3. Türchen öffnete… Es ist ihr 1. „technischer“ E-Mail-Adventskalender mit einem ziemlich komplexen Automatisierungsverfahren dahinter, sich als „Laie“ da reinzufuchsen ist echt aufwändig! Und da darf dann auch mal eine kleine Panne passieren, oder?!

Solange kein Menschenleben davon abhängt jedenfalls! Wie gut, dass ich mit meiner Schreiberei kein Leben aufs Spiel setze! Obwohl… Wenn man sich den falschen Gebrauch von Satzzeichen mal genauer ansieht, stimmt das so auch nicht ganz – erkennst du den Unterschied? 🙂

Wir essen jetzt, Opa!
Wir essen jetzt Opa!

Jetzt mal ehrlich: Bist du eher die, die alles 100 Mal auf Herz und Nieren prüft, bevor sie etwas auf den Weg bringt – und deshalb vielleicht viele Pläne/Projekte/Texte o. ä. in der Schublade und auf dem Rechner lagert? Oder legst du einfach los nach dem Motto „Learning by doing“?

Ich mache seit einem Jahr letzteres: Durch das regelmäßige Schreiben und Veröffentlichen auf meinem Blog – vor allem Persönliches – habe ich genau das gelernt! Machen – loslassen – prüfen – verwerfen – weiter lernen…

Also hab auch du den Mut, mal unperfekt zu sein! Warum das mein Motto für 2021 war, kannst du übrigens hier in meinem Blog nachlesen:

Beitragsbild für den Blogartikel zum Motto des Jahres 2021
Mein Motto für das Jahr 2021: „Unperfekt? Perfekt!“

Schöne Grüße von deiner
Nicole


Gruß zum 02. Dezember 2021

Guten Morgen!

Heute zum 2.12. geht es lustig zu in meiner Adventsmail für dich.

Ich habe nämlich 3 wirklich schöne „Missinterpretationen“ für dich gesammelt, die dich hoffentlich herzlich zum Lachen bringen! Und wie gesund lautes, fröhliches Lachen ist – gerade jetzt, wo uns (also mir auf jeden Fall!) angesichts dieser fiesen 4. Welle selbiges beinahe täglich eher im Halse stecken bleiben möchte – weißt du ja schon, oder?

Das passiert, wenn wir lachen:

  • Auf Körper und Seele wirkt sich das Lachen sehr positiv aus: Es macht glücklich, hilft gegen Depressionen, verstärkt das positive Denken, hat viele gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Organismus – und es ist ansteckend – was in diesem Fall einmal gar nicht negativ – äh – positiv (bin verwirrt…) ist. Nachgewiesen ist:
  • Es kommt zur Senkung des Stresslevels.
  • Botenstoffe wie Enkephaline und Endorphine werden freigesetzt.
  • Die Abwehrkräfte werden eindeutig gestärkt.
  • Ängste werden abgebaut.
  • Es kommt zur Dämpfung des Schmerzempfindens.
  • Innere Blockaden und körperliche Spannungen werden gelöst.
  • Heilungsprozesse können beschleunigt werden.

Grund genug also, heute mindestens einmal – besser 3 Mal – herzhaft zu lachen, oder? Kann losgehen: Im Mai hatten wir einen denkwürdigen Kurzdialog am Frühstückstisch mit unserem Sohn – der in Kürze sein Abi machen wird:

Vater: Die Mirabelle ist langweilig. Sohn: Ist das nicht ein Tier?

Vater-Sohn-Dialog

Nee, ist klar… Ich mache mir doch langsam Sorgen um unser Bildungssystem… 😉

Neulich haben wir auf einer Autofahrt WDR 5 gehört, es war Kabarett-Zeit, der Prix Pantheon lief, und wir mussten ob dieses Statements soooo lachen:

„Haemorriden – ist das nicht ein Sternbild?“

Und ich fragte mich insgeheim: „Woher kennt der Kabarettist das Niveau unserer Frühstücks-Dialoge???“

Im Juli fand ich bei einer Bloggerin dieses Zitat – und dachte gleich ERWISCHT:

„Ich hab über 20 Jahre gebraucht, um zu schnallen, dass LACHgummis die Gegenbewegung zu WEINgummis sein sollen…“

Hast du dich jemals gefragt, warum Lachgummis so heißen? Mannomann, DIESE Verbindung zu Weingummis habe ich nie gesehen…

Manche dieser Lach-Momente findest du übrigens auf meinem Instagram-Kanal – kennst du den schon?

So, wenn du dir die Lachtränen aus den Augenwinkeln oder von der Backe gewischt hast, kannst du mal kurz in dich gehen und mir deine liebsten Lach-Momente verraten – ich kann sie gerade gut gebrauchen!

Fröhliche Adventsgrüße von
Nicole

Gruß zum 01. Dezember 2021

Liebe Freundin,

heute ist der 1. Dezember – und ich mache in diesem Jahr etwas Neues – ich schreibe dir bis zum 24.12. jeden Tag eine Mail – szs. als kleiner „Das beschäftigt mich gerade“-Adventskalender. Ich nehme ich dich mit und lasse dich teilhaben an meinen lustigen, skurrilen, schönen, wichtigen oder auch alltäglichen Momenten.

Auf diese Idee hat mich meine Blogging-Buddy Korina gebracht – sie ist übrigens die perfekte Ansprechpartnerin für alle Themen rund um „Frauen in der Lebensmitte“. Mit ihr und vielen anderen Frauen blogge ich seit Anfang des Jahres mit großem Spaß und viel Inspiration in der Content Society. Seither füllt sich mein viel zu lange verwaister Blog PRojektText.com wieder regelmäßig mit Beiträgen. Weil ausschließlich fachliche Texte – gerade habe ich ein spannendes Interview zu einem Kommunikationsmodell für den Alltag veröffentlicht – viel zu langweilig wären, findest du dort auch viel Persönliches über mich. Oder meine „neue“ Leidenschaft – die Elfchen-Kurzgedichte. Oder meine Worte des Tages-Fundstücke. Oder Monatsrückblicke. Oder… Lies also auch mal rein, wenn du dich nicht für PR interessierst.

Außerdem mache ich beim 1. digitalen Adventskalender der Content Society mit – natürlich mit einem Schreibtipp! Hinter welchem Türchen sich mein Blogbeitrag verbirgt, verrate ich aber (noch) nicht. Täglich gibt es dort 2-3 Beiträge mit vielen spannenden Themen und Tipps von Frauen, die wie ich ihre Herzensthemen in die Welt tragen, helfen und unterhalten möchten. Vielleicht magst du ja auch dort mal vorbeischauen.

Apropos Adventskalender – es gibt derer ja viele: analog und digital, mit und ohne Schokolade, mit Türchen, Säckchen oder Botschaften… Meinem Mann habe ich dieses Jahr einen ganz besonderen geschenkt – jeden Tag gibt es für ihn aus der „kleinsten und geilsten Brauerei Frankens“ (so die Eigenwerbung) eine andere Bierspezialität. Die Familienbrauerei haben wir im Sommerurlaub zufällig an der Autobahn entdeckt, als wir eigentlich nach einem Café suchten… Und so sind wir Fans der Braumanufaktur Hertl geworden und genießen beim Bier trinken auch immer wieder die Erinnerung an dieses schöne, gemeinsame Erlebnis – cheers.

Meiner erwachsenen Tochter habe ich – da sie nun zum 2. Mal in ihrem Leben nicht mehr in Bonn ist im Advent – ein Päckchen mit 24 gefüllten Tütchen geschickt – und sie damit mächtig überrascht. Dem Sohn habe ich seinen alten Sternenkalender wieder gefüllt – und auch mit fast 18 Jahren besteht er tatsächlich noch darauf. 

Die Freude, die ich dadurch erlebe, macht mich glücklich. Und dass die Familienrituale, die ich lange Jahre etabliert habe, wertgeschätzt werden, macht mich noch glücklicher…

Nicole

Zurück zum Schreiben: Vor genau einem Jahr am 1. Dezember habe ich mit meinem Jahresrückblick 2020 begonnen – und nicht beendet. Denn allein meine ersten 3 Monate des Jahres 2020 waren wegen Australien und Corona so intensiv und aufregend, dass ich sie episch lang beschrieben hatte – und mir danach irgendwie erstmal die Luft ausging…

Letzte Woche hatte ich wieder einmal eine Freundin getroffen, die meine irrwitzige, abgebrochene Australien-Traumreise-Geschichte noch gar nicht kannte. Ich sagte ihr, sie könne sie ja auf meinem Blog nachlesen, denn wir hatten noch so viele andere spannende Themen vor uns. Kennst du die Geschichte rund um Perth, Quarantäne, Knie, PECH, Kunst und Kängurus schon? Falls nicht, kannst du sie in aller Ruhe nachlesen – während ich ab heute schon am nächsten Jahresrückblog – äh -blick schreibe.

Das Schreiben und Erinnern hilft mir – gerade jetzt in diesen schwierigen Zeiten – fokussiert und achtsam zu werden, es lenkt ab, bringt mich in den kreativen Schreibfluss und macht mir vor allem großen Spaß. Und als Frau der Worte muss ich schließlich immer im Training bleiben… 😉

Falls du deinen Jahresrückblick auch in einer motivierenden Gemeinschaft schreiben möchtest, lade ich dich herzlich ein, dabei zu sein! Melde dich schnell noch über meinen Werbelink an zum kostenlosen Jahresrückblog 2021 – denn heute geht es ja erst los, du hast also noch nichts verpasst: https://tinyurl.com/2p9bvrb8 (Solltest du später den kostenpflichtigen Kurs The Content Society bei Judith Peters buchen, erhalte ich eine Provision – für dich ändert sich dadurch natürlich nichts). Es ist eine Empfehlung aus Überzeugung!

Ups – heute ist es doch eine ziemlich lange 1.-Dezember-Mail geworden – die nächsten sind viel kürzer. Versprochen! Falls du meine Advents-Mails nicht weiter bekommen möchtest, antworte mir einfach kurz, dann streiche ich dich aus meinem Adventsverteiler – und wir tauschen uns hoffentlich bald anderweitig und persönlich aus.

Was ist dein liebstes Ritual in Bezug auf Advent – verrätst du es mir?

Herzlichen Gruß von
Nicole