Perfekte Gruppenfotos: So setzen Sie Menschen kreativ in Szene!

Lernen Sie acht Tipps für perfekte Gruppenfotos und die kreative Bildsprache für Ihr Unternehmen kennen! Denn in jedem Unternehmen gibt es ständig Gründe, warum sich viele Menschen zusammen auf einem Foto präsentieren müssen.

Neben starkem Content für Ihre online- und Social Media Kanäle und professionellen Texten für Bildunterschriften, Pressemitteilungen, Mitarbeiterzeitungen, Kundenmagazine oder  Broschüren müssen sie auch mit Ihren Fotos überzeugen. Das bedeutet nicht, dass diese immer vom Profi gemacht werden müssen – je nach Kanal und Zielgruppe sind authentische, echte Bilder viel wertvoller als Hochglanz-Profi-Motive. Aber langweilig oder austauschbar sollten Sie ganz sicher nicht sein. Bestimmt kennen auch Sie diese Situationen aus Ihrem Arbeitsalltag:

  • Eine Abteilung soll in der nächsten Kundenzeitung vorgestellt werden,
  • Sie hatten eine wichtige Sitzung, über das Sie in Ihrem Mitarbeitermagazin berichten möchten,
  • Sie posieren mit Ihrer gesamten Belegschaft vor Ihrer neuen Firmenzentrale und wollen das Foto online stellen oder
  • Sie möchten die Teilnehmer einer Fortbildung alle auf einem Gruppenfoto verewigen.

In der Regel ist ein Gruppenfoto sehr statisch: Die Menschen stehen frontal zum Fotografen und schauen in die Kamera – klick – fertig ist das Bild. Der Dokumentationspflicht ist damit Genüge getan, aber wirklich Spaß macht so ein Foto dem Betrachter meist nicht.

Natürlich kennt ein professioneller Fotograf alle  Tricks und Techniken und wird Sie bei geplanten Foto-Shootings hierzu bestmöglich beraten. Doch oft kommt es vor, dass auf einem Meeting, bei einer Besichtigung oder in einem Seminar gerade kein Fotograf zur Stelle ist. So müssen Sie selbst bzw. muss jemand aus Ihrem Team „schnell mal“ ein Foto schießen. In diesen Situationen ist es deshalb gut, wenn Sie sich bereits im Vorfeld mit den verschiedenen Möglichkeiten der Gruppenfoto-Darstellung vertraut gemacht haben.

Acht Tipps für perfekte Gruppenfotos

Damit ein solches Gruppenfoto perfekt, aber gleichzeitig nicht langweilig wird, sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen. Denn so wie Sie auch beim Texten die Möglichkeit haben, durch lautmalerische Worte, einen Perspektivwechsel und verschiedene Textformen Lebendigkeit zu vermitteln, können Sie auch in der begleitenden Bildsprache auf Abwechslung, Perspektiven und Spannung setzen!

So gelingt es Ihnen, aus eigentlich statischen Motiven perfekte Gruppenfotos zu machen:

Gruppenfoto - nicht immer muss die Aufstellung frontal sein!
Perfekte Gruppenfotos – nicht immer muss die Aufstellung frontal sein! Foto: Nicole Isermann

1.       Die Aufstellung

Je mehr Menschen mit auf das Foto sollen, desto kompakter muss die Aufstellung sein: Sie müssen eng zusammenstehen und natürlich alle in die Kamera schauen. Bei professionellen Shootings werden die Positionen der wichtigsten Personen vorher auf dem Boden markiert. Hilfreich ist es, die Personen nach Größe gemischt zu positionieren, damit Sie keine einheitliche Kopflinie haben oder einen „Orgelpfeifen-Effekt“ erzeugen.

2.       Die Perspektive:

Fotografieren Sie von unten – Stellen Sie die Gruppe hierzu auf eine Treppe, einen Balkon o.ä. oder legen Sie sich auf den Boden. Der Betrachter hat dann das Gefühl, die Gruppe schaue auf ihn herunter, was manchmal passen kann.

Fotografieren Sie von oben – stellen Sie sich dazu auf eine Leiter, einen Stuhl oder eine Galerie und lassen Sie die Menschen zu Ihnen hoch schauen – dann scheint die Gruppe später auch zum Betrachter hinauf zu sehen.

Fotografieren Sie von der Seite aus – und nicht frontal vor der Gruppe: eine Gruppe am Tisch sitzend, auf einer Bühne stehend o.ä. bringt Dynamik in das Bild. Sollten Sie spiegelnde Elemente wie Spiegel, Tischplatten oder Wasserflächen nutzen können, wird Ihr Foto noch lebendiger.

Wattwanderung
Gruppenfoto mit viel Watt – dieses Foto erzählt eine Geschichte: Wie weit der Weg vom Land schon war und wie lang die Strecke bis zum nächsten Ufer für die Gruppe noch sein wird – die Landschaft spricht für sich. Foto: Nicole Isermann

3.       Die Umgebung

Überlegen Sie, wie Sie Elemente des Vorder- oder Hintergrundes für Ihr Foto nutzen können. Gibt es z. B. tolle Berge oder Bauwerke im Hintergrund, kann man mit natürlichen oder künstlerischen Elementen im Vordergrund spielen? Ist die Gruppe weit weg oder ganz nach im Bild? Probieren Sie die Möglichkeiten je nach gewünschter Aussage aus.

4.       Die Gruppe von hinten

Lichten Sie eine Gruppe ruhig auch einmal von hinten ab – natürlich sollte jeder dabei rückwärts in die Kamera schauen. Wenn Sie von vorne knipsen, können sich die Menschen ggf. seitlich stellen – auch das bringt Bewegung ins Motiv. So erzeugen Sie eine ungewöhnliche Perspektive, die auffällt!

5.       Die Utensilien

Nicht immer wird ohne Bildunterschrift sofort klar, um welche Gruppe es sich handelt. Da kann es hilfreich sein, wenn die Menschen ein passendes Element dabei haben, das ihre Tätigkeit repräsentiert und auf einen Blick verdeutlicht – selbstverständlich sollte der Einsatz nicht albern oder zu verspielt wirken:

  • Köche haben Messer oder Rührlöffel,
  • Fußballspieler Ball, Trikot oder Emblem,
  • Buchhalter können Rechenschieber, Taschenrechner oder Tablets nutzen,
  • die Mitarbeiter einer Einkaufsgenossenschaft oder von Lieferanten haben entsprechende Produkte in der Hand,
  • Handwerker nehmen Werkzeuge mit,
  • Kreative posieren mit Kamera, Pinsel oder Farbpalette oder
  • Mitarbeiter halten Luftballons mit Firmenlogo in der Hand.

Ihrer Phantasie sind je nach Thema kaum Grenzen gesetzt. Auch typische Handbewegungen oder Gesten lassen sich für ein Foto nutzen.

6.       Das Bild im Bild

Diese Perspektive ist für Motive aller Art sehr beliebt und lässt sich auch bei Gruppenfotos nutzen. Fotografieren Sie zum Beispiel das Display einer Video- oder Fotokamera, die auf eine Gruppe gerichtet ist, oder halten Sie den Blick durch den Sucher fotografisch fest – so schaffen Sie eine distanziert-beobachtende Atmosphäre. Auch der Blick durch Fenster, Türen, Portale, Zäune oder Torbögen kann eine besondere Stimmung erzeugen.

Schattenbild
Hier ist kein Mensch zu sehen – dennoch versteht man die Aussage des Bildes perfekt. Foto: Nicole Isermann

7.       Das Gruppenfoto ohne Menschen

Manchmal reicht es schon, den Schatten oder die Reflexion einer Gruppe zu fotografieren, ohne die Gruppe selbst im Bild zu haben – das führt zu mehr Aufmerksamkeit beim Betrachten des Fotos und das Weggelassene erzählt Ihre Geschichte. Auch Namensschilder auf Tischreihen oder leere Sitzreihen können eine Gruppe/ein Meeting repräsentieren.

8.       Die Wahl des Ausschnitts

Nicht immer müssen alle Mitglieder einer Gruppe im Bild sein – Sie können auch einzelne Personen herausstellen und die Randpersonen abschneiden. Oder Sie bilden nur sehr spezifische Merkmale einer Gruppe ab. Die sog. Merkel-Raute oder Uniformen sind so ein Beispiel – beides steht für bestimmte Personen, spricht für sich und macht das Foto umso interessanter – ganz nach dem Motto „Weniger ist an dieser Stelle mehr!“

Testen Sie diese acht Tipps für perfekte Gruppenfotos

Versuchen Sie, für Ihr nächstes Gruppenfoto eine neue Bildsprache zu finden und Ihr Unternehmen individuell in Szene zu setzen! Probieren Sie einen oder auch mehrere Tipps für ein Motiv aus und vergleichen Sie die verschiedenen Einstellungen – sicher sehen Sie schnell, dass ein langweiliges, statisches Motiv weit weniger Aufmerksamkeit auf sich zieht als ein perfektes Gruppenfoto mit einer kreativen Bildsprache.

Wenn Sie dazu noch den passenden Text für die Bildunterschrift oder Ihren Beitrag brauchen, kann ich Ihnen gerne weiterhelfen!

Verraten Sie mir, wie Sie bisher mit Gruppenfotos umgehen? Haben Sie immer einen Fotografen oder müssen Sie auch schon mal selbst ran? Werden Sie die Tipps nutzen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Nachrichten!

Ihre Nicole Isermann

P.S.: Zu diesem Beitrag inspiriert hat mich „Die Ideenwerkstatt“ Nr. 06/2016 des Fachmagazins „MEDIUM MAGAZIN FÜR JOURNALISTEN“ aus dem Medienfachverlag Oberauer.  Das PR-Magazin ist eine von zahlreichen Quellen, die ich regelmäßig für meine Arbeit nutze.

Nicole Isermann

Nicole Isermann ist seit über 20 Jahren freie und fest angestellte Fachjournalistin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie arbeitet für Unternehmen, Vereine, Verbände, Agenturen oder Gründer. Der Blog PRojektText.com bietet alles rund um professionelle PR für KMU und das zielgruppengerechte Texten: on- wie offline.

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